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Serie: Made in Thüringen
Haus der Farben auf Kurs

Maritimes in Bild und Keramik präsentieren Jutta Matthäs, Dr. Dana Fürnberg und Anne Stechert (v.l.).
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Maritimes in Bild und Keramik präsentieren Jutta Matthäs, Dr. Dana Fürnberg und Anne Stechert (v.l.). (Foto: Thomas Gräser)
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[ Made In Thüringen ] Die Weimarer Mal- und Zeichenschule e. V. navigiert neue Ziele an und schippert auch mal auf rauer See. Willkommen an Bord.

Die Weimarer Mal- und Zeichenschule ist eine der ältesten Kunstschulen ihrer Art in Deutschland. Sie wurde auf Initiative des herzoglichen Geheimsekretärs und Schatullenbewahrers Friedrich Justin Bertuch und des Malers Georg Melchior Kraus 1776 gegründet. Und schon Goethe, Anna Amalia und Herzog Carl August förderten die „Fürst­liche freye Zeichenschule“. Sie und viele andere brachten die Idee auf Kurs, um den guten Geschmack zu schulen. Auch wenn die Strukturen heute anders sind, inhaltlich wird wie eh und je gearbeitet. Direktorin Dr. Dana Fürnberg und ­
AA-Redakteur Thomas Gräser entdeckten im Gespräch eher zufällig ihre maritime Plauder-Ader.

Wer seid ihr?
Wir sind das Haus der Farben und der Kreativität. Hier kann sich jeder künstlerisch austoben. Es ist ein Haus mit Bildungsauftrag, indem bildkünstlerisches Wissen vermittelt wird. Mit jährlich über 70 Wochenkursangeboten, 35 Workshops, Ferien­aktionen für Kinder, Schulprojekten und Kooperationen mit Museen zählen wir uns zu den Bildungs-‚Flaggschiffen‘ des Freistaates Thüringens.

Was macht ihr?
Wir bieten altersgruppenorientierten Unterricht in den Kursen: Malerei, Zeichnen, Grafik, Keramik, Bildhauerei. Aber auch in Fotografie, Audio-Video, Kunst & Musik sowie Arabische Kalligraphie. Wir wollen Talente wecken, die nicht ausschließlich Künstler werden wollen, sondern sich stärken, Selbstvertrauen gewinnen oder gar therapieren wollen. An‚Bord‘ist jeder willkommen.

Wie viele machen mit?
Im Schulbetrieb verzeichnen wir zirka 800 Kursteilnehmer – ab 3- / 4-Jährige bis jenseits der 80 – in den jährlich zwei Semestern. Dazu lehren 40 freischaffende Künstler der Gegenwart, Architekten, ­De­signer aus ganz Thüringen.

Wo wollt ihr hin?
Wir wollen ein künstlerisches-bildendes ‚Kreuzfahrtschiff‘bleiben. Dieses soll weiterhin Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit geben, diese Angebote zu ‚chatern‘, sich hier auszu­toben, sich weiterzubilden ohne Leistungsdruck. Da kann der Weg durchaus in ‚raue See‘ führen – in tages­aktuelle Strömungen der Zeit. In denen sich auch kritisch mit Gesellschaft und Natur auseinandergesetzt wird. Wir sind ein Ort der Neuent­deckungen, auf den Spuren der Bauhäusler. Und da ‚schippert‘ man beim An­peilen neuer Projekte auch mal in für uns noch unbekannte Gewässer – wie die jungen Medien. Wir wollen auch zukünftig das klassische Handwerk vermitteln, aber auch eine Brücke zum krea­tiven Umgang in den Sozialen Netzen schaffen.

Was wünscht ihr euch?
Die Bildungseinrichtung wird zu 25 Prozent kommunal gefördert. Es muss uns weiter gelingen den Verein ‚Malschulschiff‘sicher auf Kurs zu halten. Wir suchen weiterhin Förderer und Sponsoren. Und um maritim zu bleiben, das kann ein großen Reeder sein, aber auch der Handwerker um die Ecke. Die schützenden Hände von Neptun allein, reichen wohl nicht aus, um stets ‚eine Handbreit Wasser unterm Kiel‘ zu haben.

Inform@tionen: www.malschule-weimar.de

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