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Zur Heimat erkor ich mir die Liebe

12. Juli 2017 um 19:30
Lutherkirche, 99510, Apolda
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„Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“
Mascha Kaleko: Worte und Bilder zu ihrem Leben.
Eine Lesung mit Roberto Bergmann

Die Dichterin Mascha Kaléko (geb. 1907 in Galizien; gest. 1975 in Zürich) wurde Ende der Zwanziger Jahre mit ihren heiter-melancholischen Großstadtgedichten in der Tradition von Heinrich Heine, Kurt Tucholsky und Erich Kästner bekannt, doch schon bald entwickelte sie ihren eigenen Stil als einzige weibliche Stimme unter den Lyrikern der Neuen Sachlichkeit. Ihre beiden erfolgreichen Gedichtbände „Das lyrische Stenogrammheft. Verse vom Alltag“ (1933) und „Kleines Lesebuch für Große. Gereimtes und Ungereimtes“ (1935) wurden mit antisemitischen Begründungen von den Nationalsozialisten verboten. 1938 emigrierte M. Kaléko nach Amerika, 1959 übersiedelte sie nach Israel. In ihren Texten spiegeln sich persönliches Schicksal und zeitgeschichtlicher Hintergrund auf eindrucksvolle Weise.
"Zur Heimat erkor ich mir die Liebe" entstand in Berlin, wo Mascha Kaléko zwanzig Jahre lang wohnte und das sie nach der Emigration wieder besuchte. Das wechselhafte Schicksal der Metropole während der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit wird in ihren Gedichten, Prosatexten und Briefen deutlich. Berlin war die einzige Stadt, in der sie sich heimisch fühlte.

Lutherkirche Apolda, Melanchtonplatz, 99510 Apolda

Der Eintritt ist frei.

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Autor: Britta Rehder
aus Apolda
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