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Scherben bringen Unglück - Die Stadt Ilmenau setzt zum 20. Altstadtfest am kommenden Wochenende ihr neues Sicherheitskonzept um

1. Juni 2012 um 16:30
..., Ilmenau
Bis zu 50 Euro Ordnungsgeld kann es kosten, wenn das Glasverbot zum Altstadtfest ignoriert wird.
Bis zu 50 Euro Ordnungsgeld kann es kosten, wenn das Glasverbot zum Altstadtfest ignoriert wird.
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Verletzte Hundepfoten, zerschnittene Autoreifen, diverse Schnittverletzungen
bei Personen – diese Bilanz ziehen Organisatoren von Großveranstaltungen
immer öfter. Deshalb haben Städte wie Köln und Düsseldorf vor allem für die
Faschingszeit Glasverbote ausgesprochen. Das bedeutet, dass jegliches Mitführen von Flaschen oder Glasbehältnissen auf Veranstaltungen größeren
Ausmaßes nicht oder nur eingeschränkt gestattet ist.
Diesem Trend will sich nun auch Ilmenau anschließen. Die Polizeibehörde hatte von der Stadt ein Sicherheitskonzept gefordert, das die Verwaltung jetzt umsetzen will. Am kommenden Wochenende ist Premiere. Für das 20. Altstadtfest vom 1. bis 3. Juni hat Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber eine
Allgemeinverfügung erlassen. Demnach ist für den Zeitraum des Festes das „Mitführen und Benutzen von Glasbehältnisses außerhalb von geschlossenen Räumen“ verboten. Ausgenommen sind Getränkelieferanten
und Personen, die Getränke in Glasflaschen für den häuslichen Gebrauch
eingekauft haben. Das Verbot gilt für die Bereiche Markt, Wetzlarer Platz, Friedrich-Hofmann-Straße, Marktstraße, Lindenstraße und Straße des Friedens.
Vorkommnisse, die solch eine Maßnahme zwingend notwendig machen, habe es
in der Vergangenheit zwar nicht gegeben, versichert Kulturamts-Sachbearbeiter Lüder Stabernak und erklärt, warum die Stadt dennoch solch ein Verbot erlässt: „Wir wollen Gefahren von vornherein beschränken und
nicht hinterher aus Schaden klug werden“. Auch gelte das Verbot vorwiegend für die Abendstunden. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Ordnungsbehörde. Lüder Stabernak: „Es werden keine Taschenkontrollen durchgeführt, aber wer mit Glasbehältnissen angetroffen wird, muss mit einer Geldstrafe rechnen“.
Innenstadthändler und Unternehmer begrüßen diese Regelungen. Undine Goebel von Apollo-Optik: „Ich bin für das Glasverbot. Es ist immer besser, vorzubeugen“. Alexander Jäcklein von der gleichnamigen Brauerei in
Ilmenau, sieht das ähnlich: „Grundsätzlich finde ich die Anordnung richtig“. Und
fügt augenzwinkernd hinzu: „Unser und das Bier anderer Anbieter schmeckt auch aus dem Becher“.
Jene, die trotz Verbotes mit Flaschen oder Gläsern durch die Innenstadt ziehen,
dürfen – wenn die Ordnungshüter ihrer gewahr werden – auf der Stelle 30 bis 50 Euro vom Stadtfestbudget abziehen. Punkt 4 der von Seeber erlassenen Verfügung regelt nämlich die Anordnung von Zwangsmitteln im Falle der
Zuwiderhandlung.

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Autor: Jana Scheiding
aus Arnstadt
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