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Cranach-Ausstellung in Weimar: Viele Angebote auch für Kinder

1. Mai 2015 um 11:30
Herderplatz, Weimar
Luise Dettbarn hat die Kinderspiele für die Weimarer Cranach-Ausstellung mitentwickelt.
Luise Dettbarn hat die Kinderspiele für die Weimarer Cranach-Ausstellung mitentwickelt.
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Weimar widmet dem malenden Vater-Sohn-Gespann Cranach eine Ausstellung. Beim umfangreichen Rahmenprogramm hat man auch die kleinen Besucher nicht vergessen.

Es gibt Spielsachen, die verlieren auch in einer digitalisierten Welt nicht ihren Reiz. Das kann man in den nächsten Wochen gleich drei Mal in Weimar erleben. Vor der Herderkirche wird zum Spiel eingeladen. Würfelpuzzle können zu Cranachgemälde zusammenlegt werden. Einen Bilderrahmen darf man mit Figuren aus dem Cranach-Universum bestücken. Puppenspiel einmal anders. Zwei Zaubertafeln zeigen zudem einen Turnierkampf sowie den Cranach-Altar aus der Herderkirche. Hier sollen Suchbilder gefunden werden.

Würfelpuzzle mit Cranach-Motiven

„Damit wollen wir besonders Kindern einen Anfassmoment bieten“, erklärt Luise Dettbarn. Sie hat gemeinsam mit Anke Heelemann das Cranach-Spielzeug entwickelt, mit dem die Ausstellung zum Leben und Wirken der beiden Malermeister ergänzt wird. Würfel, Zaubertafel und Puppenspiel sollen der jungen Generation den Zugang zu Lucas, dem Älteren und Lucas, dem Jüngeren erleichtern. Vater und Sohn haben in Weimar gelebt und hier zusammen eine Werkstatt betrieben. Zum 500. Geburtstag des jüngeren Cranach in diesem Jahr wird an beide erinnert.

Spielstationen vor der Herderkirche

An zwei verlängerten Maiwochenenden sowie im Juni sind zu so genannten Cranach-Tagen die Spielstationen vor der Herderkirche aufgebaut und werden auf Wunsch erklärt. Wie funktioniert Cranachs Bilderfabrik? Welche Rolle spielt dabei Martin Luther? Wie bunt ist das 16. Jahrhundert? – Diese und weitere Fragen können von den Spielleitern beantwortet werden. Wer vorbei kommt, kann mitmachen. So ist es gewollt. „Ein niederschwelliges Angebot“, berichtet Dettbarn. Dadurch erhalten die Kinder einen dreidimensionalen Eindruck von den Cranach-Kunstwerken. Kunst wird be-greif-bar.

Für die Ausstellung „Cranach in Weimar“ selbst wurden für Kinder spezielle Audioguides entwickelt. Sie führen durch die beiden Ausstellungsorte Herderkirche und Schiller-Museum und erklären mithilfe eines Hörspiels Biografie, Leben und Werk der Cranachs.

Selfies mit Luther und Co.

Nicht allein vor der Herderkirche gibt es Angebote für die kleinen Besucher. In einer Cranach-Werkstatt im Schiller-Museum können sie verschiedene Drucktechniken selbst auszuprobieren. Auch die digitale Welt wird nicht ausgeschlossen. Acht Pappkameraden sitzen auf Bänken im Weimarer Stadtzentrum. Auf ihrem Rücken erzählen sie etwas über ihren Lebensweg. Und wer sich neben sie setzt, kann gleich auch ein Selfie schießen. Cranachs, Luther und die anderen warten schon.

TERMINE

Cranach-Tage: 30. April bis 3. Mai, 14. bis 17. Mai, 11. bis 14. Juni; jeweils von 11.30 bis 16.30 Uhr auf dem Herderplatz
Ausstellung „Cranach in Weimar“ im Schillermuseum bis 14. Juni, Dienstag bis Sonntag, 9.30 bis 18 Uhr; in der Herderkirche bis 31 Oktober, Montag bis Sonnabend, 10 bis 18 Uhr, Sonntag, 11 bis 18 Uhr

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Autor: Simone Schulter
aus Weimar
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