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Der Kommissar im Museum

20. Mai 2012 um 10:00
..., Ilmenau
Sicher ist sicher: Museumsmitarbeiterin Sibylle Viol zeigt eine Truhe mit 14 mechanischen Schlössern, die zu den Überraschungen des Münzkellers gehört.
Sicher ist sicher: Museumsmitarbeiterin Sibylle Viol zeigt eine Truhe mit 14 mechanischen Schlössern, die zu den Überraschungen des Münzkellers gehört. (Foto: Dietmar Mansfeld)
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Ausgerechnet am Internationalen Museumstag am 20. Mai soll es im GoetheStadtMuseum einmal kriminell zugehen. Dann erwartet Kriminalhauptkommissar a. D. Hans Brendel aus München die Besucher
mit „Kriminalfällen aus der Goethezeit – Die mysteriösen Morde an Winckelmann und Kügelgen”.
Diese literarisch-kriminale Behandlung der beiden rund 200 Jahre zurückliegenden Todesfälle ist nur der Abschluss eines überaus ereignisreichen Museumstages in den Ausstellungsstätten des Museums.
Ab 10 Uhr sind sowohl das Goethe-StadtMuseum im Amtshaus am Marktplatz, das Museum Jagdhaus Gabelbach auf halbem Weg zum Kickelhahn, die Bergmannskapelle am Unteren Berggraben, die Ausgrabungsstätte der alten
Wasserburg am Wallgraben und der Münzkeller geöffnet.
Goethe-Museum und Jagdhaus gewähren am Sonntag ermäßigten Eintritt, in den anderen Museumstätten ist der Eintritt frei.
Trotz Umbaus können im Jagdhaus Gabelbach die gediegenen Räumlichkeiten der kleinen Goethe-Ausstellung besichtigt werden. Der varianten- und geschichtenreiche Bergbau der Region Ilmenau steht in der oftmals übersehenen Bergmannskapelle im Mittelpunkt. Der Manebacher Bergbauforscher, Mineralien- und Fossiliensammler Berthold Lugert, vielen als
zeitweiliger und kundiger Museumsmitarbeiter bekannt, gibt detaillierte bis
überraschende Auskunft über das Gestein.
Einen Besuch wert ist auch der historische Münzkeller am Wallgraben. Das
unscheinbare Holzhaus mit seinem tief herabgezogenen Dach ist eine äußerlich
eher unscheinbare Perle der Ilmenauer Ausstellungsstätten. Sehenswert sind
allein die handgefertigten Dachziegel. „Das tief unterkellerte Haus mit bis zu 1,20 Meter breiten Grundmauern erhielt seinen Namen von der ‚Alten Münze‘ gleich nebenan, die von einer Ilmenauer Münzstätte zwischen 1691 und 1702 herrührt”, erzählt Museumsmitarbeiterin Sibylle Viol. Zahlreiche Gipsformen
Ilmenauer Porzellanfabriken für Puppenköpfe und aufwändiger Stuck vermitteln einen Eindruck handwerklicher Kunstfertigkeit. Sibylle Viol erklärt: „Die Porzellanformen wurden nach dem rund einhundertsten Gebrauch als kostengünstiges Baumaterial verwendet.”

TERMIN
À Internationaler Museumstag: Sonntag, 20. Mai, 10 - 17 Uhr,
À ermäßigter Eintritt im Goethe-StadtMuseum und im Jagdhaus Gabelbach; freier Eintritt in der Bergmannskapelle, im Historischen Münzkeller und in der Ausgrabungsanlage „Alte Wasserburg“

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Autor: Lokalredaktion Ilmkreis
aus Arnstadt
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