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Geschichte(n) aus Bittstädt

30. Juli 2011 um 19:00
..., Holzhausen an der Haide
Vizebürgermeister Frank Gleichmar (links) und Autor Dr. Adolf Gabler mit dem Heimatlesebuch.
Vizebürgermeister Frank Gleichmar (links) und Autor Dr. Adolf Gabler mit dem Heimatlesebuch.
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"Auf dem Dorf kann man nur leben, wenn man ein Auto besitzt und sich selbst versorgen kann", meint Dr. Adolf Gabler. Weil das auf seine Lebenssituation offenbar nicht zutraf, tauschte er 2003 Bittstädt gegen den Wohnsitz in der Landeshauptstadt. Trotzdem beschäftigt sich der inzwischen pensionierte Bio-, Chemie- und Astrolehrer mit dem Ort, der zur Wachsenburggemeinde gehört und dieses Jahr 1225. Bestehen feiert, nach wie vor. In Kooperation mit der Gemeinde erschien jetzt sein "Geschichts- und Heimatlesebuch", das er am 30. Juli, 19 Uhr, im Arnstädter Hof vorstellt. Zu erwerben ist es am Verwaltungssitz der Wachsenburggemeinde in Holzhausen.
Auf bemerkenswerte und denkwürdige Geschichten war Gabler beim Forschen in alten Unterlagen gestoßen. Frank Gleichmar, Vizebürgermeister der Wachsenburggemeinde, unterstützte das Vorhaben, weil es gut in die 1225-Jahrfeier passt. Adolf Gabler erhielt also Zutritt zu diversen Archiven und trug noch mehr Fakten zusammen. "Wenn man eine Sache erforscht, ergeben sich meistens Nebenwege", erklärt der Hobbyhistoriker. Eine Chronik sollte es nie werden, denn "wer liest schon eine Chronik?", so die berechtigte Frage des Autors. Entstanden ist also ein kleines, feines Lesebuch, das man sich bei Kerzenschein und einem Glas Wein (Neonlicht und Bier sind natürlich auch erlaubt) zu Gemüte führen kann. Geschichten über die Geschichte des Ortes Bittstädt - auch bekannte Persönlichkeiten wie Sebastian Bodinus oder der Bittstädter Alchimist Nikolaus Stumm kommen darin vor. Auch dass man sich schon damals gelegentlich mit dem Nachbarn stritt, belegt Adolf Gabler in seinem Buch, in dem übrigens "jedes Wort recherchiert ist", wie er betont. Nur, dass damals die Strafe für kleinere Vergehen ohne komplizierte juristische Verfahren meist auf dem Fuße folgte.

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Autor: Jana Scheiding
aus Arnstadt
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