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Jüdische Volksmusik neu interpretiert

24. September 2011 um 19:00
am Schloss, Kromsdorf
Das „Modern Klezer Quartett kommt nach Kromsdorf. Foto: Agentur
Das „Modern Klezer Quartett kommt nach Kromsdorf. Foto: Agentur (Foto: privat)
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Das „Modern Klezmer Quartett“ ist am 24. September in einem Konzert in der Kapelle von Schloss Kromsdorf zu erleben. Um 19 Uhr beginnt das Konzert mit den Musikern aus Berlin, München und Erfurt, die sich allesamt seit Jahren mit dem Genre Klezmer intensiv auseinandersetzen.

Bei ihrer vielschichtigen musikalischen Tätigkeit stieß die Sängerin Andrea Pancur vor über sieben Jahren auf das klassische Werk „Lieder in jüdischer Volkspoesie“ von Dimitri Schostakowitsch. Gemeinsam mit der Akkordeonisten Franka Lampe machte sie sich auf den Weg, dieses – ursprünglich für Orchester und drei Gesangsstimmen komponierte Werk – näher zu untersuchen. Vielen Parallelen zur traditionellen jiddischen Volksmusik erkannten die beiden Musiker in Schostakowitschs Komposition. Die These, dass sich Schostakowitsch bei seiner Komposition an traditionellem Liedgut orientiert hat, konnten sie bei ihrer Forschungsarbeit u.a. in Archiven in New York und Paris, bestätigen. Nun bringt das Quartet in der Besetzung Violine, Akkordeon, Bass und Gesang eine völlig neue Version des Werks auf die Bühne.

Das „Modern Klezmer Quartett“ geht dabei weit über den traditionellen Klezmer hinaus und sucht in der Auseinandersetzung mit der Moderne neue Wege.
Die renommierten Musiker Andrea Pancur (Gesang), Johannes Paul Gräßer (Violine), Franka Lampe (Akkordeon), Alex Haas (Kontrabass) sind seit vielen Jahren vor allem in der jiddischen Musik zu Hause und bringen diesen Liederzyklus in einer nie da gewesenen Art zu Gehör. Zudem präsentieren die vier Musiker die traditionellen Vorlagen, die auch Dimitri Schostakowitsch gekannt haben muss, in einer ganz eigenen Interpretation.

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Autor: Lokalredaktion Weimar
aus Weimar
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