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Bier-Gießkanne

8. Mai 2013
Anger, Mellingen
Gut zwei Jahrzehnte führte Burschenvater Bernhard Quicker den Umzug seiner traditionsbewussten
Kirmesgesellschaft und den Kirmes- Nachwuchs durch Mellingen.
Gut zwei Jahrzehnte führte Burschenvater Bernhard Quicker den Umzug seiner traditionsbewussten
Kirmesgesellschaft und den Kirmes- Nachwuchs durch Mellingen. (Foto: privat über S. Schmidt)
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Von Siegfried Schmidt

Von Christi Himmelfahrt bis zum Sonntag feiert die Gemeinde Mellingen ihren Kritzekrebsmarkt. Vom 9. bis 12. Mai laden die Kirmesgesellschaft und der Traditionsverein „Kritzekrebsmarkt 1609“ ein.

Zur Tradition gehört, dass die Planburschen zum Männertag die Kirmes-Fichte
auf dem Anger setzen. Ebenso Brauch ist der Kirmesgottesdienst am Freitag um 19 Uhr in der Kirche St. Georg. Der Höhepunkt am Sonntag ist der Umzug ab 13 Uhr.

Die Geschichte der Mellinger Kirmes ist eng mit dem Kritzekrebsmarkt verbunden. Seit 1609 besitzt Mellingen das Marktrecht. Der Ort wurde mit einem Jahrmarkt belehnt. Kritzekrebs wurde früher im Ilmtal der Maikäfer genannt. Als Symbol aus Blech hing das Tierchen zur Kirmeszeit auf dem Anger aus – daher der Name. Um 1900 entstand aus dem Kritzekrebsmarkt die Kirmes. Planburschen und -jungfern bildeten die Kirmesgesellschaft. Sie benannten
einen Bierhahn oder einen Burschenvater. Der trug immer eine Gießkanne voller Bier herum.

DAS PROGRAMM

• Mittwoch, 8. Mai:
19 Uhr Vereins- und Sponsorenabend im Festzelt

• Himmelfahrt, Donnerstag, 9. Mai:
Kirmesfichtensetzen mit dem Spielmannszug ab 17 Uhr auf dem Anger

• Freitag, 10. Mai:
19 Uhr Kirmesgottesdienst in der Kirche St. Georg, 21 Uhr Kirmestanz mit
„Da Capo“

• Samstag, 11. Mai:
9 Uhr Ständchen mit den Mellinger Musikanten, 20.30 Uhr Kirmestanz mit „Dafuer“

• Sonntag, 12. Mai:
10 Uhr Frühschoppen mit den Mellinger Musikanten, Kloßessen im Festzelt zur Mittagszeit, 13 Uhr Kirmesumzug durch Mellingen mit den Mellinger Musikanten, 14 Uhr Kindertanz mit Clown Cordula

• Sonntag, 19. Mai:
10 Uhr Pfingstfrühschoppen, erstmals „An der Malzdarre“

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Autor: Lokalredaktion Weimar
aus Weimar
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