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Jugend eines Pulitzer-Preisträgers

4. September 2011 um 11:00
Theater, 99817, Eisenach
Das Junge Schauspiel eröffnet mit der Produktion eines Stückes von Literatur-Nobelpreisträger
Eugene O‘Neill den Premierenreigen. (Probenfoto)
Das Junge Schauspiel eröffnet mit der Produktion eines Stückes von Literatur-Nobelpreisträger
Eugene O‘Neill den Premierenreigen. (Probenfoto) (Foto: Carola Hoelting)
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EISENACH. "Es handelt von altem Leid, geschrieben mit Tränen und Blut”, schrieb der bedeutendste amerikanische Schriftsteller Eugene O’Neill als Widmung zu seinem berühmtesten Stück EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT, das 1957 mit dem Pulitzer-Preis und dem Tony- Award ausgezeichnet wurde. O’Neill schildert einen Tag im Leben der Familie Tyrone, deren Mitglieder sich in einem sinnlosen Kampf miteinander befinden, aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Sie bezichtigen sich gegenseitig der Schuld an der jeweils eigenen Not und an dem Gefühl, das Leben verfehlt zu haben. Einzig Edmund, der jüngste Sohn, scheint einen Weg zu finden, dem Ort des Selbstbetrugs und der Lügen zu entfliehen. In ihm hat O’Neill seine eigene Situation als Jugendlicher beschrieben. Nach Jahren des Herumziehens von Job zu Job, einem Leben in äußerster Armut, geriet die Einlieferung in ein Sanatorium wegen Tuberkulose zu einem Glücksfall für O’Neill: er lernte die Literatur kennen, las die russischen Autoren, die skandinavischen Dramatiker und gewann so den Anstoß, selber zu schreiben. 1936 erhielt er als erster amerikanischer Autor den Literaturnobelpreis. EINES LANGEN TAGES REISE IN DIE NACHT eröffnet als erste Premiere des Jungen Schauspiels Eisenach am Samstag, 17. September die neue Spielzeit 2011/12 im Landestheater. Knapp zwei Wochen zuvor laden am Sonntag, 4. September, um 11 Uhr Inszenierungsteam und die Schauspieler zu einer stückeinführenden Matinee ins Theaterfoyer ein. Zur Matinee beachten Sie bitte, dass sich im gedruckten September-Monatsleporello des Landestheaters der Druckfehlerteufel eingeschlichen hat: Die Matinee dauert natürlich nicht bis 22, sondern - wie üblich - bis etwa 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Autor: Werner Kaiser
aus Eisenach
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