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Die Überwachung von Touristen im Bezirk Erfurt

6. Juni 2017 um 16:30
BStU, Außenstelle Erfurt, 99084, Erfurt
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Stasi-Akte spezial

Durch die Entspannungspolitik unter Willy Brandt entdeckten viele westdeutsche Bürgerinnen und Bürger die DDR als touristisches Urlaubsziel. Darunter waren zahlreiche Politiker wie Kohl, Strauß oder Genscher. Das Ministerium für Staatssicherheit befürchtete hinter den privaten Reisen eine politische Aktion des Gegners. Daher folgten die Agenten der Staatssicherheit den Politikern in ihrem Urlaub auf Schritt und Tritt.
Im Rahmen der Veranstaltung „Stasi-Akte spezial“ stellen wir den Aufwand vor, den das Ministerium für Staatssicherheit betrieb, um die Überwachung von Politikern sicherzustellen.
So geben die Akten einen umfassenden Überblick über die Bedeutung des Polit-Tourismus für die DDR, die akribische Vorbereitung der Überwachungen und darüber, wie schnell unbeteiligte Personen ins Visier des MfS gerieten. Auch werden Kuriositäten aus den Akten vorgestellt. Dabei wird darauf eingegangen, wie das MfS im Rahmen eines Operativen Vorgangs Ermittlungen gegen eine missliebige Person führte und im Zuge dessen auch Informationen über Familien, Kollegen und Freunde der Zielperson einholte.

Im Anschluss an den Vortrag folgt eine Archivführung. Es besteht die Möglichkeit einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Dafür ist ein gültiges Personaldokument erforderlich.

Termin: Dienstag, 06. Juni 2017
Beginn: 16.30 Uhr, mit anschließender Archivführung
Ort: BStU-Außenstelle Erfurt, Petersberg Haus 19, 99084 Erfurt

Der Eintritt ist frei.

Die nächste Stasi-Akte spezial findet nach der Sommerpause am 5. September 2017 mit dem Vortragsthema „Das MfS im Lutherjahr 1983“ um 16.30 Uhr statt.

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Autor: Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt
aus Erfurt
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