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Flüchtlinge und Vertriebene in der DDR

23. Juni 2016 um 18:00
Collegium Maius, 99084, Erfurt
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Donnerstag, 23. Juni 2016, 18.00 Uhr, Erfurt

Vortrag und Gespräch

Der Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung - Flüchtlinge und Vertriebene in der DDR


Referent: Dr. Christian König (Uni-Klinik Halle/Saale)

Mehr als vier Millionen Menschen kamen nach dem Ende des zweiten Weltkrieges aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches als sogenannte Umsiedler in die Sowjetische Besatzungszone.

Die Kriegsflüchtlinge aus Pommern, Ostpreußen und anderen Regionen östlich der Oder/Neiße hatten in ihrer neuen Heimat oftmals mit Vorurteilen und Anfeindungen zu kämpfen. Teilweise wurden sie auch mit direkter Ablehnung seitens der ansässigen Bevölkerung konfrontiert. Demgegenüber standen Chancen und Integrationsangebote - für jene, die bereit waren, sich für den Aufbau des Staatssozialismus einzusetzen.

Der Historiker Dr. Christian König zeigt im Rahmen seines Vortrages, welche Rolle Flüchtlinge und Vertriebene für den SED-Staat hatten. Er beschreibt anhand konkreter Lebensgeschichten, wie Menschen in dem Spannungsfeld zwischen Ablehnung und Integration versuchen, sich eine neue private und berufliche Existenz aufzubauen. Der Referent wird auch herausstellen, welche Rolle Vertriebene für den DDR-Geheimdienst spielten.

Der Eintritt ist frei.

Zeit: Donnerstag, 23. Juni 2016, 18.00 Uhr

Ort: Collegium Maius Erfurt, Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Veranstalter:
Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

Mitveranstalter:
BStU, Außenstelle Erfurt
Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt

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Autor: Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt
aus Erfurt
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