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Täuschen und Vertuschen - Die Mauertoten und die Stasi

8. September 2016 um 18:00
Collegium Maius, 99084, Erfurt
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In Kooperation mit dem Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur lädt der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik zum
Vortrag und Gespräch in der Vortragsreihe "Der Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung" ein. Der Referent Dr. Christian Booß (Projektkoordinator beim BStU) geht auf konkrete Fälle zum Thema

"Täuschen und Vertuschen - Die Mauertoten und die Stasi"

im Erfurter Collegium Maius.

Menschen, die die DDR verlassen wollten, galten als Feinde im Weltbild der SED-Führung. Feinde, die es mit allen Mitteln zu bekämpfen galt. Mindestens 136 Menschen starben bei dem Versuch, die Berliner Mauer zu überwinden. Die Anzahl der Todesopfer entlang der innerdeutschen Grenze ist jedoch um ein vielfaches höher. Forscher gehen von insgesamt 900 Toten bis zur Grenzöffnung aus.

Die genauen Zahlen dazu schwanken. Ein Grund dafür: Damit das Ansehen der DDR keinen zu großen Schaden nahm, verschleierte die Stasi zahlreiche dieser Todesfälle. Gerade aus der Zeit Anfang der 70er Jahre, als sich der SED-Staat um internationale Anerkennung bemühte, lassen sich einige dieser Vertuschungsmaßnahmen anhand von Stasi-Dokumenten belegen.

Wie und in welchem Umfang der Tod von Menschen vertuscht wurde, beschreibt Christian Booß, Projektkoordinator beim BStU anhand konkreter Fälle.

Der Eintritt ist frei.

TERMIN: Donnerstag, 08. September 2016, 18.00 Uhr

Ort: Collegium Maius Erfurt, Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Veranstalter: Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Jürgen-Fuchs-Straße 1, 99096 Erfurt

Mitveranstalter: BStU, Außenstelle Erfurt; Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Erfurt und Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

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Autor: Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt
aus Erfurt
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