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Bildpolemiken - Der Konfessionstreit der Reformationszeit im Spiegel 'fliegender Blätter'

21. Mai 2015 um 19:00
Augustinerkloster, 99084, Erfurt
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Vortrag von Matthias Rekow, Erfurt

Es war wie ein Krieg mit Worten und Bildern. Zur Zeit der Reformation in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts bekämpften sich die katholische und die neu aufkommende lutherische Kirche mit Flugblättern und warben um Anhänger. Über den Streit und wie die Flugblätter aussahen berichtet der Historiker Matthias Rekow von der Universität Erfurt beim nächsten Augustinergespräch am Donnerstag, 21. Mai, im Evangelischen Augustinerkloster zu Erfurt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr und der Eintritt ist frei.

Das Verhältnis zwischen der Katholischen Kirche und der reformatorischen Bewegung war alles andere als entspannt. Das spiegelt sich auch in den Flugblättern wider, mit denen beide Seiten versuchten, ihre Sicht der Dinge darzustellen und den Gegner zu verunglimpfen. Dazu nutzten sie besonders polemisch auch das osmanische Feindbild. Schließlich belagerten damals, im Jahr 1529, die Türken zum ersten Mal Wien.

„Die osmanische Expansion nach Mittel- und Südwesteuropa verlieh dem „Bilder- und Federkrieg“ der Publizisten eine weitere, extrem aggressive Ausrichtung“, erläutert Rekow. „Gerade die attraktive Bild-Wort-Kombination der Flugblätter erlaubte eine plakative, polemisierende Zuspitzung ihrer konfessionellen Deutungs- und Orientierungsangebote.“ Der Historiker gibt in seinem Vortrag einen Überblick vom Anfang der lutherischen Reformation über deren Stabilisierung bis hin zu ihrem Ende mit dem Entstehen der Bekenntniskirchen im Vorfeld des Augsburger Religionsfriedens von 1555.

Aus der Reihe 'Augustinergespräche'

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Autor: Dr. Andreas Fincke Stadtakademie Meister Eckhart
aus Erfurt
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