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Der Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung

16. September 2015 um 18:00
Collegium Maius, 99084, Erfurt
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Stasi im Dorf. Die geheimpolizeiliche Überwachung einer Eichsfeld-Gemeinde im Sperrgebiet

Vortragsreihe im Collegium Maius

Referent: Dr. Torsten Müller

Das Eichsfeld beherbergte die größte katholische Glaubensgemeinschaft innerhalb der DDR. Katholiken, Priester, Ordenshäuser und andere kirchliche Einrichtungen waren hier überdurchschnittlich stark vertreten. Die mehrheitlich katholische Prägung der Region und die unmittelbare Nähe zum Grenzgebiet der DDR, rückten das Eichsfeld in das Visier des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS).

In Mackenrode, einem Ort mit heute 350 Einwohnern, baute die Stasi ein eigenes Netz an inoffiziellen Mitarbeitern (IM) im auf. Der Historiker Dr. Torsten Müller zeigt am Beispiel dieses katholischen Dorfes, wie das MfS das Spitzel-System im Eichsfeld auf- und ausbaute. Dabei erläutert er die Herkunft und Anwerbung der inoffiziellen Mitarbeiter und beleuchtet, welche Auswirkungen die Dauerüberwachung auf die Gemeindebevölkerung hatte.

Hinweis: Wir möchten Sie auf die nächste Veranstaltung in der Reihe "Der Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung" am 14. Oktober 2015 zum Thema "Die Aids-Verschwörung" aufmerksam machen.

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Autor: Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt
aus Erfurt
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