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Die Waldenserbewegung – Urprotestanten oder Sektierer?

28. April 2016 um 19:30
ESG Erfurt, 99084, Erfurt
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Vortrag von Dr. Aribert Rothe, Erfurt

Die Reformationsdekade bezieht sich auf 1517 und die Folgen. Aber die Vorläufer sind auch nicht zu vergessen. Bereits um 1176 verzichtete der reiche Lyoner Kaufmann Petrus Valdes auf sein Vermögen, richtete Armenspeisungen ein und predigte urchristliche Ideale. Trotz kirchlicher Verketzerung breitete sich seine radikale Laienbewegung bald nicht nur in Südfrankreich und Italien aus. Sie kritisierte z. B. Ablass, Heiligenkult und Fegefeuer und propagierte persönliches Bibelstudium, Beichte, christliches Engagement und einfaches Leben. Auch in Deutschland schlug sie bleibende Wurzeln. Weltweit zählt die Waldenserkirche heute nicht ganz 100.000 Mitglieder. Sie ist sozial sehr aktiv und unterhält etwa im sizilianischen Riesi ein umfassendes Sozialprojekt mit Gästehaus. Im vorigen Jahr hat Papst Franziskus die Waldenser für die erlittenen Verfolgungen um Verzeihung gebeten. Was fasziniert an ihnen besonders?

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Autor: Dr. Andreas Fincke Stadtakademie Meister Eckhart
aus Erfurt
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