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Liebe, Rache & Mord: "Der Troubadour" bei den DomStufen-Festspielen

10. August 2017
Domplatz, 99084, Erfurt
Regisseur Jürgen R. Weber
Regisseur Jürgen R. Weber
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"Tragödien machen mehr Spaß“, weiß Jürgen R. Weber. Er inszeniert in diesem Jahr bei den Erfurter DomStufen-Festspielen Giuseppe Verdis Oper „Der Troubadour“. Am 10. August ist Premiere.

Liebe, Eifersucht und Rache verpackt in eine tragische Geschichte zur Mittelalterzeit, dazu packende Musik – das ist Verdis „Troubadour“.Der Troubadour in Erfurt, das ist auch Jürgen R. Weber, der die Oper für die diesjährigen DomStufen-Festspiele inszeniert. „Eine meiner Lieblingsopern, die wollte ich schon immer mal machen“, gesteht der Regisseur, der sich mit keiner der bislang gesehenden Aufführungen rundum anfreunden konnte.

Das ganze Jahr schon freut sich der gebürtige Hamburger auf Erfurt und seine vierte Inszenierung für das hiesige Theater. „Eine hübsche, lustige Stadt, die für mich auch Schnittstelle zwischen Oper und Fernsehen ist“, erinnert er sich an seine Arbeit an Kinderserien. Der Weltbürger, der in seinem kreativen Dasein auch Autor, Dozent, Fernsehserien-Entwickler, Komponist und Darsteller ist, wurde gerade für sein Spielfilmdebüt „Open Wound“ bei den „Los Angeles Independent Film Festival Awards“ für das beste Drehbuch und die beste Regie ausgezeichnet.

Nun ist Jürgen R. Weber ganz im Hier und Jetzt, auf den Troubadour konzentriert. Eine Tragödie, wunderbar. „Die bringen einfach mehr Spaß“, sagt er, da könne man alles herauslassen, sich ausleben auf der Bühne. Die bildet, gemeinsam mit dem Dom, der zu der Zeit entstand, in der die Handlung spielt, die ideale, beinahe authenische Troubadour-Kulisse. „Wir nutzen die Magie des Ortes“, so Jürgen R. Weber.

„Es ist alles so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe“, zeigt sich der Regisseur zufrieden mit der Freiluft-Theaterkulisse. Hier laufen beinahe rund um die Uhr die Proben. Entspannt von Seiten des Regisseurs, trotzdem immer auf dem Punkt. Jürgen R. Weber weiß, was er will. Natürlich, bei anderen Opern haben die Akteure mehr Zeit für die Vorbereitung. „Wir haben wahnsinniges Glück, dass wir solche Sänger hier haben“, bescheinigt er dem Troubadour-Ensemble ein hohes Niveau.

Nun ist er unglaublich gespannt auf die Premiere morgen. Auf „seinen“ Troubadour. Und auf das Ende der Oper, das man so nicht kennt. 

Die DomStufen-Festspiele:

• Premiere 10. August, bis 27. August 15 Vorstellungen.

• „Domino“ – Domstufen-Festspiele für Kinder: „Das Dschungelbuch“, vom 12. bis 26. August.

• Karten:www.domstufen.de und www.theater-erfurt.de

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Autor: Helke Floeckner
aus Erfurt
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