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Sergej Lochthofen : "Schwarzes Eis" erscheint am 21.9.

11. Oktober 2012 um 18:00
Kleine Synagoge, 99084, Erfurt
Schwarzes Eis.Geschrieben hat es Sergej Lochthofen, ehemals Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen.
Schwarzes Eis.Geschrieben hat es Sergej Lochthofen, ehemals Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen. (Foto: www.drfg-th.de)
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In diesem Roman aus dem Rowohlt-Verlag erzählt Sergej Lochthofen die Geschichte seines Vaters Lorenz. Um die Erlebnisse im Gulag geht es auch bei einem Diskussionsabend mit dem Bruder des Autors, Pawel Lochthofen, am 11. Oktober 2012 um 18.00 Uhr in der Kleinen Synagoge Erfurt, An der Stadtmünze 4-5


In „Schwarzes Eis. Der Lebensroman meines Vaters“ erzählt er von der Odyssee seines Vaters Lorenz durch die stalinistischen Gulags und der späteren Karriere in der DDR. Gestützt auf mündliche Berichte und Dokumente aus dem Familienbesitz vergegenwärtigt Lochthofen dessen Erlebnisse wie in einem Roman, schildert Szenen von ungeheurer Dramatik und Intensität.
Aus aktuellem Anlass der Ausstellung "GULAG-Spuren und Zeugnisse", die noch bis 21. Oktober 2012 im Schiller-Museum in Weimar zu sehen sein wird,ist dieses außergewöhnliche Buch über das 20. Jahrhundert und über Deutschland und Russland von aktueller Bedeutung.
Lorenz Lochthofen war unter dem Druck des heraufziehenden Nazi-Terrors von Dortmund in die Sowjetunion emigriert, um schließlich in Engels an der Wolga als Schlosser und Journalist zu arbeiten. Doch in den Morgenstunden des 22. Oktober 1937 ist der Traum von einer besseren Welt vorbei. Er wird nach Workuta deportiert, jener Insel des Archipels Gulag hinter dem Polarkreis, die zum Grab für 250 000 Häftlinge wird. Mit Erfindungsreichtum, Humor und der Hilfe des Zufalls kommt Lorenz Lochthofen durch – ohne zu verbittern. Nach 20 Jahren Lager und Verbannung kehrt er nach Deutschland zurück und ist überzeugt, dass er in der DDR gebraucht wird. Ihm gelingt, was für einen Gulag-Häftling einmalig ist: Er steigt zum leitenden Manager eines international operierenden Unternehmens auf und wird 1963 ins Zentralkomitee der SED berufen. Doch er bleibt ein Fremder.

Sergej Lochthofen , geboren 1953 in Workuta, kam als Fünfjähriger mit den Eltern in die DDR, wo er eine russische Schule besuchte; er studierte Kunst auf der Krim und Journalistik in Leipzig. Den Thüringern gut bekannt, verantwortete er von 1990 bis Ende 2009 die Zeitung "Thüringer Allgemeine", als deren Chefredakteur. Das Medium-Magazin wählte ihn zum regionalen «Chefredakteur des Jahres»; Fernsehzuschauer kennen ihn als Stimme des Ostens im ARD-Presseclub oder in der Phoenix-Runde .
Um die Erlebnisse im Gulag geht es auch bei einem Diskussionsabend mit dem Bruder des Autors, Pawel Lochthofen, am 11. Oktober 2012 um 18.00 Uhr in der Kleinen Synagoge Erfurt, An der Stadtmünze 4-5. Aus Platzgründen bitten wir um rechtzeitiges Erscheinen.

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Autor: Günter R. Guttsche
aus Erfurt
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