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Klare Worte gegen Hassmusik

6. August 2011
Trinitatiskirche, 07545, Gera
Regionalbischof Dr. Mikosch, Sozialministerin Taubert und Oberpfarrer a.D. Geipel zeigen Gesicht
Regionalbischof Dr. Mikosch, Sozialministerin Taubert und Oberpfarrer a.D. Geipel zeigen Gesicht (Foto: Copyright Björn Rank)
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Klare Worten und Gebete wurden der Hassmusik entgegengesetzt
Die Geraer Kirchen und ihr Engagement am 06. August

„Bewahre uns vor einfachen Antworten auf schwierige Fragen, behüte uns vor Feindbildern, Gewalt und Hass wo wir nicht weiter wissen. Schenke du uns Frieden und Barmherzigkeit.“ – so haben etwa 260 Menschen in der vollen Geraer Trinitatiskirche gebetet. Zu diesem besonderen Gottesdienst hatten die unterschiedlichen Kirchen der Stadt gemeinsam aufgerufen. Der Regionalbischof von Gera-Weimar, Dr. Hans Mikosch, formulierte die Botschaft der Christen klar und deutlich: wir wenden uns konsequent gegen den Hass, von wo auch immer er in die Gesellschaft hineingetragen wird. Unter dem Bibelwort „Suchet der Stadt Bestes“ hat Dr. Mikosch den Widerstand der Kirchen gegen das rechtsradikale Konzert „Rock für Deutschland“ begründet. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass dieser Widerstand stets die Menschenwürde aller im Blick behalten muss.
Nach dem Friedensgebet zogen die Teilnehmenden zu den angemeldeten Kundgebungsorten und reiten sich in den zivilen Protest gegen die NPD- Kundgebung ein.
Die Geraer Kirchen waren und bleiben ein wichtiger Faktor im Wirken für Demokratie und Toleranz. Auch nach dem 06. August bleibt die tägliche Kleinarbeit, um Hass und Gewalt zurückzudrängen. Doch auch die Politik, so Pfarrer Michael Kleim, muss reagieren und Konsequenzen aus diesem Tag ziehen.

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Autor: Michael Kleim
aus Gera
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