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Klassenzimmerstück im Puppentheater Gera

10. Juni 2017 um 19:30
Puppentheater Gera, 07545, Gera
Rafias Reise
Ein Klassenzimmerstück über Mädchen auf der Flucht
Es spielt Öykü Oktay (Zara)
Rafias Reise
Ein Klassenzimmerstück über Mädchen auf der Flucht
Es spielt Öykü Oktay (Zara) (Foto: Sabina Sabovic)
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Gefördert durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie aus Mitteln des Evangelischen Entwicklungsdienstes Brot für die Welt wurde eine zusätzliche Theaterproduktion bei Theater&Philharmonie Thüringen ermöglicht: „Rafias Reise“ hatte im März im Lerchenberggymnasium Altenburg Premiere.
Eine öffentliche Aufführung in Gera findet nun am Samstag, 10. Juni, um 19.30 Uhr im Puppentheater Gera statt. Der Eintritt ist frei!
In Altenburg war „Rafias Reise“ zum Tag der offenen Tür am 1. Mai zu sehen.

Die Schauspielerin und Regisseurin Dorothea Arnold hat das Klassenzimmerstück über Mädchen auf der Flucht in Kooperation mit SAIDA International e.V. geschrieben und inszenierte auch die Uraufführung. Die türkische Schauspielerin Öykü Oktay aus dem Schauspielensemble von Theater&Philharmonie Thüringen spielt das Mädchen Zara. Für die Ausstattung ist Fabienne Müller verantwortlich. David Schönherr begleitet die Produktion als Dramaturg und Theaterpädagoge.

Zara versteht die Welt nicht mehr. Eigentlich hatte sie sich ihren ersten Tag an der Uni ganz anders vorgestellt. Mit dem Bus hinfahren, nette Leute treffen, eine neue Welt kennenlernen. Stattdessen verpasst sie den Bus, wird von Passanten als Terroristin abgestempelt und muss Hals über Kopf weglaufen und sich verstecken. Ihr Zufluchtsort entpuppt sich als Klassenzimmer – das voller Schüler ist. Alles nur wegen dieses blöden Rucksacks, den dieses seltsame Mädchen an der Bushaltestelle vergessen hat und den Zara ihr doch nur zurückbringen wollte. Ein Rucksack, der es in sich hat.
Das Klassenzimmerstück Rafias Reise bringt dem Zuschauer die Beweggründe und Hoffnungen von geflüchteten und verfolgten Menschen näher. Anhand zurückgelassener Gegenstände rekonstruiert die Erzählerin Zara eine Geschichte, die weit über die durch Nachrichten und Reportagen bekannt gewordenen Fluchtursachen hinausgeht. Rafias Reise ist nicht bloß die Geschichte eines einzelnen Menschen auf der Flucht, sondern die einer ganzen Generation von Mädchen und jungen Frauen, die aus ihrer Heimat oder sogar vor ihrer eigenen Familie fliehen müssen – aus dem einfachen Grund, weil sie weiblich sind.

Nach der ca. 40 Minuten dauernden Aufführung ist Gelegenheit dem Theaterpädagogen David Schönherr und der Projektleiterin Simone Schwarz zu sprechen.

SAIDA ist ein international tätiger Verein, der sich weltweit für Mädchen und Frauen einsetzt, die von Diskriminierung, Zwangsheirat und Genitalverstümmelung bedroht oder betroffen sind.

Dorothea Arnold studierte Schauspiel in Dijon und Berlin und hatte ihre ersten Engagements in Bielefeld und Berlin, bis sie von 2005 bis 2013 ans Staatstheater Stuttgart wechselte. Dort arbeitete sie u.a. mit Volker Lösch und Thomas Dannemann zusammen. Momentan absolviert sie ein Masterstudium in Übersetzungswissenschaft. Sie lebt in Leipzig.

Das Klassenzimmerstück ist für Schüler ab 9. Klasse konzipiert. Buchungen und Anfragen nimmt Jugendreferent Marco Schmidt entgegen unter marco.schmidt@tpthueringen.de
oder telefonisch unter 0365 / 8279 102.
Bei Interesse an Workshops und weiteren Informationen wenden sich Pädagogen an den Theaterpädagogen David Schönherr unter david.schönherr@tpthueringen.de oder telefonisch 03447 / 585 364.

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Autor: Evelyn Böhme-Pock
aus Gera
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