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MERET BECKER & BUDDY SACHER AM SAMSTAG IN GERA

26. April 2014 um 20:00
Clubzentrum COMMA, 07545, Gera
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Der Weg ist das Ziel

Wohin Meret Beckers musikalische Reise führen wird, weiß niemand. Das wäre ja auch langweilig – für sie wie für ihr Publikum. Denn eines der Versprechen des Namens Meret Becker ist die Überraschung. Die Zuhörer lassen sich gern darauf ein, weil sie wissen, dass sie nicht enttäuscht werden.
Nach langer Entstehungszeit ist nun ihr fünftes Album fertig, wieder ein Konzeptalbum, das sich einem großen Thema widmet: der Liebe, und nicht nur der erfüllten, sondern auch und gerade der gescheiterten Liebe. „Deins and Done“ heißt die CD, die sie mit dem Musikprofi Buddy Sacher aufgenommen hat, mit dem sie seit vielen Jahren eng zusammenarbeitet.

Mit dem neuen Programm von „Deins und Done“ geht sie nun endlich wieder auf Tour, ihre Fans haben lange genug darauf warten müssen. Die Stücke, die sie auf die Bühne bringt, sind wie immer sehr persönlich – und gerade deshalb so universal. „Ich denke, jeder findet in meinen Liedern für sich einen Sinn“, sagt sie und schmunzelt. „Denn ein gebrochenes Herz hat jeder irgendwann.“

Songs aus tiefster Seele

Mag inhaltlich auch ein Thema dominieren, musikalisch ist das neue Programm sehr vielseitig. Es besteht größtenteils aus eigenen Stücken (meist auf Englisch), enthält aber auch einige Cover-Songs, darunter von Tom Waits. Das stilistische Spektrum reicht von Folk und Blues bis Bluegras und das mit immer neuen Arrangements und Instrumenten. Erstaunlich, wie viele Facetten diese Frau und ihr ausgebuffter musikalischer Partner Buddy Sacher da zum Klingen bringen – stets mit der Maxime „weniger ist mehr“. „Musique en miniature“ nennt Meret Becker diesen Stil, bei dem jeder Ton sitzt und auch die Pausen zwischen den Tönen effektvoll Akzente setzen.

Das Publikum lauscht mit wachsender Begeisterung dem breit gespannten Bogen von der Bluegras- Nummer „I Had a Dream“ und dem „Donkey Song“ (ein Mädchen reitet auf einem Esel durch Arizona) über den „Brauttanz“ mit Slide Guitar und „Such mich nicht“ (über einen Cowboy, der im Nichts verschwindet) bis hin zum „Walzer für den Wintervogel“, einem Instrumental von Sacher mit Merets legendärer singender Säge als Begleitinstrument.

Als Schauspielerin sei sie stets Teil eines großen Ganzen und im Wesentlichen fremd gesteuert, sagt Meret Becker. Mit ihren eigenen Songs in der eigenen Show könne sie sich ungebremst öffnen. Die Konzertbesucher freuen sich an ihrer Verwandlungskunst von zart und zerbrechlich bis frech und frei heraus. Von gehaucht bis volle Kraft voraus. Eine Performance, die man in Erinnerung behält.

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Autor: Jan Genseke eventgestalter.com
aus Gera
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