Vortrag „NOMEN EST OMEN“ – Licht und Schatten der Benennung von Fossilien

17. Mai 2019
17:00 - 18:00 Uhr
Rathaussaal Gera, Markt 1 (Eingang Kornmarkt), 07545, Gera
Ein Exemplar (Holotypus!) des weltweit ersten Perm-Skorpions, Opsieobuthus tungeri, der 2016 zu Ehren des Chemnitzer Geologen Bernd Tunger benannt wurde.
Foto: Ronny Rößler
  • Ein Exemplar (Holotypus!) des weltweit ersten Perm-Skorpions, Opsieobuthus tungeri, der 2016 zu Ehren des Chemnitzer Geologen Bernd Tunger benannt wurde.
    Foto: Ronny Rößler
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  • hochgeladen von Frank Hrouda

Das Museum für Naturkunde Gera setzt das Veranstaltungsprogramm zu seiner aktuellen Sonderausstellung „100 Jahre Ernst Haeckel – Meilensteine der Evolutionsforschung“ auch im Mai fort. Am Freitag, dem 17. Mai 2019, findet um 17.00 Uhr dazu der öffentliche Vortrag: „NOMEN EST OMEN“ – Licht und Schatten der Benennung von Fossilien im Rathauss-aal Gera (Eingang Kornmarkt) statt. Es referiert Herr Prof. Dr. Ronny Rößler vom Museum für Naturkunde Chemnitz.

Ausgehend vom menschlichen Urbedürfnis, die ihn umgebende organismische Vielfalt zu ordnen, entstanden bereits im Mittelalter erste Ideen biologischer Artnamensgebung. Auf die Fossilien, Überlieferungen aus Jahrmillionen geologischer Vergangenheit, wurden diese Ideen rasch übertragen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich ein international gültiges Regelwerk, das den Ordnungswillen bis zur Ordnungswissenschaft trieb. Der Grat zwischen Nomenklatur-Regeln und schöpferischer Freiheit lässt jedoch genug Raum für die Entdecker und Autoren neuer Gattungen und Arten. Die Besucher der Vortragsveranstaltung werden erfahren, dass Wahrheit und Irrtum genau einen Millimeter auseinander liegen, dass Wis-senschaftler nicht gefeit sind vor Eitelkeit und dass fossile Arten auch zu Vornamen taugen. Anschauliche Beispiele belegen, nach wem oder was man seine Entdeckungen benennen sollte, und wovon man besser die Finger lässt. Von der Schwiegermutter bis zum Rock-Idol, vom verehrten akademischen Lehrer bis zur anbiedernden Peinlichkeit reicht die Palette der Intensionen und bietet einen schier unerschöpflichen Quell für Paläontologen-Kreativität und Stammtisch-Gespräche. Zahlreiche eigene Beispiele des Vortragenden sorgen für Transpa-renz, lassen aber auch kein Auge trocken. Am Ende sind wir uns einig, Paläontologen sind auch nur Menschen, mehr oder weniger. Die Veranstaltung richtet sich an ein breites Publi-kum – von Schülern bis zu Personen, die sich im Ruhestand weiterbilden möchten. Der Ein-tritt ist frei!

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