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Mit der Kunst des Friedens Angriffe abwehren: Aikido

6. Juni 2016 um 20:00
Reyherschule, 99867, Gotha
Kay Damm (rechts stehend) und Gunnar Skerhut bei Messerabwehr.
Kay Damm (rechts stehend) und Gunnar Skerhut bei Messerabwehr. (Foto: privat)
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Der Gothaer Gunnar Skerhut hat eine Leidenschaft: Aikido. Der Träger des 3. Dans (Meistergrad) und Trainer im Fachschulsportverein 1950 Gotha e.V. ist seit vierzig Jahren ein begeisterter Anhänger dieser japanischen Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung und weiß, warum Aikido eine der schönsten, harmonischsten und effektivsten Sportarten ist:

A

ikido bedeutet so viel wie 'die Kunst, Körper und Geist in Harmonie zu bringen', sie ist die Kunst des Friedens. Durch geschicktes Ausweichen, mit runden und weichen Bewegungen, reagiert der Aikido-Sportler auf einen Angriff, übernimmt sozusagen dessen Energie, nutzt die Wucht des Angriffs nun für die eigene Verteidigung. Durch kleine Körperdrehungen im richtigen Moment entgeht man dem Schlag, und mit einer blitzschnellen Technik wirft man den Angreifer zu Boden.

I

n dieser Sportart bestreitet man keine Wettkämpfe, es geht nicht darum, Pokale zu gewinnen. Deshalb ist Aikido auch kein Kampfsport, sondern eine Kampfkunst. Diese ist vor allem für Erwachsene und Jugendliche geeignet. Kinder mögen es eher, zu raufen und sich dem direkten Wettkampf zu stellen.

K

aum Angriffstechniken gibt es im Aikido, hier geht es nämlich nicht darum, durch Angriffe zu punkten. Deshalb ist die Verletzungsquote beim Aikido auch sehr gering. Ein paar dieser Techniken werden trotzdem trainiert, damit der Sportler für den Ernstfall gerüstet ist. Eine der Grundregeln der Selbstverteidgung besagt übrigens, dass bei der Abwehr eines Angriffs immer die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt, der Angegriffene sozusagen nicht überreagieren darf. Das ist beim Aikido natürlich genauso.

I

n der Regel kommen beim Aikido keine Waffen zum Einsatz. Einen geringen Teil des Trainings macht allerdings der Schwertkampf aus, den Schwerttechniken der alten Samurai-Kämpfer entlehnt. Ein Aikido-Sportler erlernt außerdem verschiedene Falltechniken, Würfe, Festhalten und Hebel.

D

ass man für diese Kampfkunst große Muskelberge braucht, ist ein Gerücht. Vor allem Geschicklichkeit, Schnelligkeit und ein gutes Gleichgewicht braucht der Aikido-Sportler. Die körperliche Fitness kommt beim regelmäßigen Training von ganz allein, im Aikido werden alle Körperpartien trainiert. Die Atemkraftübungen helfen dabei, Körper und Geist harmonisch zu vereinen. Und dem Selbstbewusstsein tut es gut, wenn man weiß, dass man sich gut verteidigen kann.

O

b Aikido die richtige Sportart ist, sollte man bei Interesse einfach ausprobieren. Geeignet ist die Kampfkunst für jeden, Männer oder Frauen gleichermaßen. Frauen müssen sich nicht scheuen, die Techniken zu erlernen, für diese ist kein riesiger Kraftaufwand nötig. Nach ein paar Monaten des fleißigen Übens beherrscht der Sportler bereits die meisten Grundtechniken.

Und hier kann man Aikido erlernen:

Aikido gibt es in Gotha montags und mittwochs ab 20 Uhr in der Reyherschule. Mitmachen kann jeder, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. www.fsv-1950-gotha.de

Aikido in Thüringen:

Verschiedene andere Vereine in Thüringen bieten die Sportart Aikido an. Hier sind einige davon: www.aikikai-erfurt.de, www.uni-erfurt.de (Universitätssportverein), www.psv-erfurt.de, www.zfk-altenburg.de, www.zfk-gera.de, www.seishinkai.de (Jena), www.uni-jena.de, www.psv-eisenach.de. Aikidoverband: www.aikido-thueringen.de

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Autor: Helke Floeckner
aus Erfurt
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