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Auf den Spuren von Matthias Domaschk

15. März 2012
Stoyschule, 07743, Jena
Hier starb Matthias Domaschk.
Hier starb Matthias Domaschk.
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Im Sozialkundeunterricht hatten sich die Schüler der Klasse BFS 10 der Karl-Volkmar-Stoy-Schule mit der Thematik „Menschenrechtsverletzungen in der DDR“ beschäftigt. Es wurden Kenntnisse zum DDR-Staat und speziell zum Ministerium für Staatssicherheit vermittelt. Darüber hinaus befassten sich die Schüler mit Einzelschicksalen wie dem von Matthias Domaschk, der in Jena lebte und unter ungeklärten Umständen 1981 in Geraer Stasi-Haft ums Leben kam. Aufgrund des großen Interesses am Thema führte eine Exkursion am 15. März 2012 in die „Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus der politischen Haftanstalt Gera“. Das Gefängnis wurde in der NS-Zeit und nach dem zweiten Weltkrieg bis 1989 durch das jeweilige Regime als Haftanstalt für politisch Andersdenkende genutzt. Auf einem Rundgang durch das Haus und über das Freigelände wurden die unmenschlichen Haftbedingungen spürbar. Besonders hat die Schüler der Gefangentransporter beeindruckt, in dem die Häftlinge gefahren wurden. In einem B 1000 waren fünf kleine, fensterlose „Buchten“ für fünf Gefangene vorgesehen. Die Schüler durften einsteigen, Platz nehmen … und als sich die Türen schlossen, wollten alle nur schnell wieder raus. Die zweite Station des Tages war die Stasi-Unterlagenbehörde. Nach einem Vortrag wurden eine Ausstellung, die Postkontrolle und das riesige Archiv besichtigt. Die Schüler waren erstaunt, wie flächendeckend und intensiv der DDR-Überwachungsapparat funktioniert hatte.

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Autor: Uta Seibold-Pfeiffer Pressesprecherin der Karl-Volkmar-Stoy-Schule Jena
aus Jena
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