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Krebs-Patiententag am 22. Oktober in Jena

22. Oktober 2016
Ernst-Abbe-Platz, Jena
Professor Andreas Hochhaus (links) setzt in der Krebsdiagnositk und -theapie auf eine enge Zusammenarbeit im Ärzteteam, innerhalb der Universität, aber ebenso mit den Hausärzten seiner Patienten.
Professor Andreas Hochhaus (links) setzt in der Krebsdiagnositk und -theapie auf eine enge Zusammenarbeit im Ärzteteam, innerhalb der Universität, aber ebenso mit den Hausärzten seiner Patienten. (Foto: Uniklinikum Jena)
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Über Prävention und Therapie von Krebserkrankungen informieren Spezialisten vor allem vom Jenaer Uniklinikum am 22. Oktober zum Krebs-Patiententag. Eingeladen sind Erkrankte, Angehörige und Interessierte.

Professor Andreas Hochhaus und seine Kollegen sind keine unnahbaren Götter in Weiß. Im Gegenteil: Sie suchen den ständigen Austausch mit ihren Patienten und interessierten Laien. „Uns ist es sehr wichtig, über die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten aufzuklären und für Prävention zu werben“, so der Krebsexperte am Uniklinikum Jena.

Infos über neuste Forschungsergebnisse zum Krebs-Patiententag

Mit dieser Motivation organisieren Professor Hochhaus und sein Team einen Krebs-Patiententag am 22. Oktober in Jena. „Er findet im direkten Anschluss an einen bedeutenden Krebskongress in Leipzig statt“, erklärt der Mediziner. So sei es mögliche, viele Experten einzubinden und von den neuesten Forschungsergebnissen zu berichten. Verständigungsprobleme müssen Besucher des Krebs-Patiententages nicht befürchten. „Wir referieren nicht hochwissenschaftlich, sondern erklären alles allgemeinverständlich.“

Eingeladen zum Krebs-Patiententag sind nicht nur Betroffene, sondern auch Familienangehörige und interessierte Laien. Auf diese breite Zielgruppe ist auch das Programm mit Vorträgen, Workshops und Mitmachangeboten ausgerichtet. Alle Aspekte der Krebsmedizin sollen beleuchtet werden; Diagnostik und Therapie gleichermaßen wie Früherkennung und Prävention.

Wir beantworten Fragen auch in individuellen Gesprächen.“
Professor Andreas Hochhaus

Im Vordergrund stehen die häufigsten Erkrankungen wie Lungen-, Leber,- Nieren- Prostata- und Brustkrebs. „Doch auch jene, die an seltenen Tumoren leiden, finden bei uns ihre Ansprechpartner“, wirbt Professor Hochhaus für den Aktionstag in Jena. „Unsere Experten sind gern bereit, auch im kleinen Rahmen, in einer ruhigen Ecke mit Interessierten zu reden.“

Besonderer Fokus auf junge Erwachsene

Einen besonderen Raum bei Krebs-Patiententag nehmen jugendliche Krebspatienten ein. „Wer nach der Pubertät bis in seine 30er Jahre erkrankt, hat ganz andere Fragen und Sorgen als ältere Patienten“, so Hochhaus. Da gehe es vor allem um die Familienplanung und die Lebensqualität nach einer Behandlung, auch im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit. „Sie fragen sich: Werde ich wieder ganz normal im Leben stehen können? Hierauf wollen wir in speziellen Vorträgen eingehen.“

So kann man Krebs vorbeugen

Für die Leser des Allgemeinen Anzeigers gibt Professor Andreas Hochhaus drei Tipps zur Krebsvorsorge:

+ Im Vordergrund steht eine gesunde Lebensweise. Das heißt in erster Linie: nicht rauchen und sich gesund ernähren. Das klingt zwar banal, ist aber sehr wichtig. Essen Sie weniger fett und Kohlehydrate, dafür ausreichend Obst und Gemüse. Das sorgt für eine gute Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Ballaststoffen und Spurenelementen.
Alkohol befördert bestimmte Krebsarten im Mund-Rachen-Raum, an der Speiseröhre und in der Leber. Alkohol gehört zwar zu unserer Lebenskultur, genießen Sie ihn aber in Maßen. Ein Übermaß ¬– vor allem in Verbindung mit dem Rauchen ¬– schadet dem Körper.

+ Genießen Sie die Sonne nur geschützt und vermeiden Sie unbedingt einen Sonnenbrand. Unsere haut verzeiht eine solche Nachlässigkeit nicht. Folgen können auch nach Jahren und Jahrzehnten spürbar werden. Schon kleine Kinder sollten lernen, nur geschützt in die Sonne zu gehen; durch die entsprechende Kleidung und/oder Sonnencreme. Unsere Haut verzeiht keinen Sonnenbrand.

+ Vor allem ältere Menschen erkranken an Krebs. Je älter die Bevölkerung wird, desto mehr Diagnosen müssen gestellt werden. Eine direkte Vorsorge gibt es deshalb für bestimmte Krebserkrankungen nicht, zum Beispiel an der
Vorsteherdrüse oder Prostata. Wichtig ist deshalb eine Früherkennung, um zeitig mit einer Therapie beginnen zu können. Vorsorgeuntersuchungen sollten unbedingt wahrgenommen werden. Dazu zählt das Hautscreening, die
gynäkologische Untersuchung und die Mammografie sowie Darmspiegelungen Menschen über 55 Jahre.

Im Überblick

Krebs-Patiententag mit über 30 Experten
22. Oktober, 9.30 bis 16 Uhr
Vorträge, Workshops, Mitmachangebote zu Tumor- und Bluterkrankungen, Vorsorge, Krebsforschung Naturheilverfahren in der Krebsmedizin
Campus der Friedrich-Schiller-Universität, Ernst-Abbe-Platz Jena
Teilnahme kostenfrei, Anmeldung nicht erforderlich
Kontakt: Tel. 03641/9324870 oder 03641/9324201
Das gesamte Programm unter: www.haematologie-onkologie-2016.com/patiententag

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Autor: Simone Schulter
aus Weimar
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