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Militärmuseum wird am 16. August in Lehesten (SHK) eröffnet

16. August 2014 um 09:00
Drushba-Halle, 07778, Lehesten
Peter Wagner eröffnet mit Gleichgesinnten ein Museum für alte Militärfahrzeuge in Lehesten, Saale-Holzland-Kreis.
Peter Wagner eröffnet mit Gleichgesinnten ein Museum für alte Militärfahrzeuge in Lehesten, Saale-Holzland-Kreis.
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Man sollte ja meinen, dass täglich acht und mehr Stunden in der Werkstatt genug sind. Doch Peter Wagner tickt da etwas anders. Ob Feierabend oder Wochenende, der Kfz-Schlosser kommt auch in seiner Freizeit nicht los von den Motoren. Nur fasziniert ihn dann weniger die ausgefeilte Technik in den heutigen Klein-und Mittelwagen. Seine Leidenschaft gehört alten Militärfahrzeugen. „Wir wollen aber auf keinen Fall den Krieg verherrlichen“, ärgert er sich über ein altes Vorurteil. Wagner und seine Mitstreiter von der „Interessengemeinschaft Historische Militärfahrzeuge“ sammeln vor allem LKW, die früher die sowjetische Armee und die NVA nutzten. „Die Fahrzeuge sind aber entmilitarisiert“, so Wagner. Alle Waffen wurden ausgebaut.

“Man kann an den Motoren noch so richtig schrauben“, zeigt sich Wagner begeistert. „Es gibt keine Servolenkung, keine anderen Spielereien.“ Die Fahrzeuge seien laut, langsam und manchmal würden sie auch stinken. Doch ihrer Leistungsfähigkeit tut das keinen Abbruch. Bis nach England ist Wagner mit den alten LKW schon gefahren. „Und auch wieder zurückgekommen“, wie er bestätigt.

26 Fahrzeuge hat die Interessengemeinschaft in den vergangenen Jahren gesammelt. Nun sollen sie gemeinsam präsentiert werden. In einem ehemaligen Kuhstall in Lehesten (SHK) entsteht ein Militärmuseum. Am 16. August wird es eröffnet.

Die Gäste können kommen

Zu sehen ist nicht nur ein ZIL-130 sowjetischer Bauart, sondern auch ein W50 und ein LO, wie ihn die NVA nutzte. Doch auch Motorräder gehören zu den Exponaten. Untergebracht ist die Sammlung ist einem alten Kuhstall. „Eigentlich sollte die Halle abgerissen werden“, erklärt Wagner. Doch konnte er sie von der Agrargenossenschaft abkaufen. Seit zwei Jahren nun werkeln er und seine Mitstreiter an der Idee eines Museums. Im alten Stall war das kein leichtes Unterfangen. Denn durch langen Leerstand waren die Fenster eingeschlagen. Auch die Tore und die Elektrik mussten erneuert werden. „Ein Problem stellten auch die unterschiedlichen Bodenhöhen für Futter, Fäkalien und eigentlichen Stall dar“, so Schubert.

Nun sind fast alle Arbeiten abgeschlossen. Die Gäste können kommen. Zur Eröffnung werden, ähnlich einer Parade, alle Fahrzeuge vorgestellt. Ein kleines Lager wird aufgebaut, die Gulaschkanone soll angeheizt werden. Auch alte Armeefilme sind zu sehen.


TERMIN

Eröffnung des „Militärmuseums“ am 16. August, ab 9 Uhr in der Drushba-Halle in Lehesten (SHK) Künftig soll das Museum vorerst jeden Sonnabendvormittag geöffnet werden.

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Autor: Simone Schulter
aus Weimar
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