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Pfändung des Universitätshauptgebäudes

29. Juni 2011 um 13:30
Universität, 07743, Jena
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Studierendenrat macht auf Folgen der Hochschulkürzungen aufmerksam

Am Mittwoch, den 29.6.2011 protestierten die Studierenden der Friedrich-Schiller-Universität gegen die Pläne der Thüringer Landesregierung, weitere Einsparungen im Hochschulbereich vorzunehmen. Mit einer symbolischen Pfändung des Universitätshauptgebäudes wurde auf die desolate finazielle Situation hingewiesen, in die die Hochschule gerät, sollte die Landesregierung ihre Pläne umsetzen.

"185 Millionen Euro – das entspricht dem Jahresetat von drei Hochschulen", konstatiert Dorothea Forch, Sprecherin für Hochschulpolitik im Studierendenrat. "Es drohen Schließungen von Studiengängen oder sogar ganzer Hochschulen. In jedem Fall verschlechtern sich die Studienbedingungen an Thüringer Hochschulen und auch an der FSU weiter."

Schon jetzt sind die Raumkapazitäten der Universität mit über 200% mehr als ausgelastet und die Betreuungsrelation entsprechend schlecht. Entgegen den Prognosen, steigen die StudienanfängerInnenzahlen kontinuierlich an.

Pro Jahr seien für die FSU zusätzlich 20 Millionen Euro nötig, um die Studienbedingungen angemessen zu verbessern, sagt auch Prof. Dr. Koschmieder, Prorektor für Lehre und Struktur, im Interview mit dem Uni-Journal Jena.

"Die Einsparungen werden sich wahrscheinlich im Sach- und Personalbereich niederschlagen, sodass die Kürzungen direkte Auswirkungen auf die Qualität unserer Bildung haben werden. Wir fordern daher die Landesregierung auf, keine Kürzungen im Bildungsbereich vorzunehmen, nur um kurzfristig die Ausgaben zu senken. Bildung ist eine Investition in die Zukunft!" fasst Thea Jacobs vom Referat für Hochschulpolitik zusammen.

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Autor: Johannes Struzek
aus Jena
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