Anzeige

Tagung zur letzten DDR-Kommunalwahl am 9./10. Mai in Jena

9. Mai 2014
Gemeindezentrum Lutherhaus, 07749, Jena
Anzeige

Eine Tagung des Thüringer Archivs für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk“ (ThürAZ) beschäftigt sich am 9. und 10. Mai in einer Tagung unter dem Thema "Einspruch gegen die Gültigkeit der Wahl!" mit dnr letzten Kommunalwahlen in der DDR im Jahr 1989.

Wie heute bekannt ist, waren die Wahlen in der DDR von Manipulationen und Fälschungen begleitet. Die Ergebnisse standen zuvor bereits mehr oder weniger fest. Gegen diese Praxis entwickelte sich ab Mitte der 1980er Jahre vermehrt Widerspruch seitens politisch interessierter Bürger. Schon im Zuge der Kommunalwahlen 1984 protestierten Bausoldaten in Prora gegen die nach ihren eigenen Beobachtungen manipulative Wahlpraxis. Legten sie damit den Grundstein für die Wahlbeobachtungen im Frühjahr 1989?

Öffentliche Proteste

Bei den Kommunalwahlen im Mai '89 nahmen viele Bürger ihr gesetzlich garantiertes Recht auf Beobachtung der Stimmauszählungen wahr. Das Ausmaß der dabei aufgedeckten Fälschungen überstieg die Befürchtungen bei weitem. Die Empörung über den Wahlbetrug artikulierte sich in öffentlichen Protesten und Demonstrationen.

Welche persönlichen Motivationen verbargen sich hinter dem oppositionellen Engagement und welche Strategien gab es? Welchen Stellenwert nahmen die Wahlfälschungen für den Entwicklungsprozess der Bürgerbewegung und den Verlauf der Friedlichen Revolution ein? Beeinflusste die Berichterstattung über die Kommunalwahlen den weiteren Verlauf des Jahres 1989? Die Tagung sucht aus Sicht der damaligen Akteure und Zeitzeugen Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen und stellt die Bedeutung der Kommunalwahlen für die weiteren Ereignisse des Jahres 1989 zur Diskussion.

Anzeige
Anzeige
Autor: Lokalredaktion Jena
aus Jena
Anzeige
Anzeige