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DER SCHÖNE ORT: Die Marienkirche zu Ziegenhain

26. August 2017 um 15:00
Marienkirche, 07749, Jena
Pyramidenaltar in der Marienkirche Ziegenhain
Pyramidenaltar in der Marienkirche Ziegenhain
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Vortrag mit Begegnungsteil in der Reihe der SCHÖNE ORT

1424 als Wallfahrtsort erstmalig historisch belegt, wurde die Kirche in Ziegenhain durch die Wallfahrer und ihre "milden Gaben" zur reichsten im ganzen Umfeld von Jena. Mit der Reformation in Thüringen verlor die Kirche ihre Bedeutung. Um 1630 wurde die bereits verfallene Kirche umgebaut, um sie in Teilen als Dorfkirche zu nutzen. Das verfallene Langhaus wurde mit einer Wand vom Chorraum getrennt und der Chorraum für den protestantischen Gottesdienst nutzbar gemacht. Neben dem Einbau zweier Emporen und einer Orgel (1764) wurden eine Patronatsloge (1691) und ein Pyramidenkanzelaltar (1694) durch Johannes Schlemm (1636 - 1718), Gerichtsherr und Superintendent, errichtet. Bei der Sanierung der Kirche 1989 - 1994 wurde der Altaraufbau entfernt, aber nach gründlicher Restaurierung im September 2016 an seinem ursprünglichen Ort wieder aufgestellt. Er ist der älteste noch erhaltene Pyramidenkanzelaltar, der eine spezifisch thüringische Altargestaltung vom Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts.

Nach dem Vortrag laden wir zu Kaffee und Kuchen ein. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgt der Singekreis Ziegenhainer Tal e.V. unter der Leitung des Dirigenten Thomas Julich. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung zur Gänze in der Kirche statt.

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Autor: Elisabeth Meitz-Spielmann
aus Jena
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