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Frank Stella im Depot

15. Oktober 2011
Straßenbahndepot, 07743, Jena
Frank Stella begleitete in der vergangenen Woche das Aufstellen seiner Skulpturen und Bilder. Der Künstler lobte das durch die Dachfenster einfallende phantastische Licht, das seine Werke auf eine besondere Art und Weise zur Geltung bringen würde. Foto: Hausdörfer
Frank Stella begleitete in der vergangenen Woche das Aufstellen seiner Skulpturen und Bilder. Der Künstler lobte das durch die Dachfenster einfallende phantastische Licht, das seine Werke auf eine besondere Art und Weise zur Geltung bringen würde. Foto: Hausdörfer
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Die Friedrich-Schiller-Universität ehrt ihren wohl berühmtesten Ehrendoktor, Frank Stella, zu seinem 75. Geburtstag mit einer bislang einzigartigen Ausstellung. Der weltbekannte amerikanische Künstler hat noch nie zuvor so viele neue Arbeiten in einer Halle vor- und ausgestellt. „Bloß nicht renovieren“ war der erste Kommentar des Künstlers zum neuen Ausstellungsraum, der ab dem 15. Oktober bis zum 4. Dezember seine 35 Werke beherbergen wird. Das historische Straßenbahndepot verbreitet einen ganz eigenen Charme, der zu ihm und seinen Werken passt. Dabei verkörpern „in den Raum gewandelte Bilder“ die Gedanken eines Mannes, der sich bereits in jungen Jahren mit Kultur, Kunst und Architektur in ganz besonderem Maße auseinandergesetzt hat. Viel Aufwand, Kosten und Zeit steckt in dem Projekt, das nun auf die vergangene und sehr erfolgreiche „Darwin im Depot“-Ausstellung folgt. „Doch gerade bei solch einem kulturellen Highlight für unsere Stadt wird deutlich, wie unkompliziert es ablaufen kann und sollte: Sponsoren ließen sich problemlos finden, der bürokratische Aufwand wurde so klein wie möglich gehalten und Unterstützung gab und gibt es von allen Seiten“, erzählen der Direktor des Phyletischen Museums Prof. Dr. Martin Fischer und die Kulturwissenschaftlerin Dr. Barbara Happe. Persönlichen Beziehungen, auch zur Stadt und der Universität, sind für Stella ein Grund dafür, erneut seine Kunst hier in Jena vorzustellen. Freundschaftlich verbunden war er mit dem 2009 verstorbenen Kunsthistoriker Franz-Joachim Verspohl, auch der frühere Jenoptik-Chef Lothar Späth hat wesentlich zur Verwurzlung Stellas in Jena beigetragen. Die Installation der fünf großen Metall-Plastiken aus der „Hudson River Valley“- Serie Frank Stellas 1996 auf dem Ernst-Abbe-Platz hat der Kunstkenner Späth wesentlich mitinitiiert.

Zu besichtigen ist die Ausstellung „Frank Stella. Neue Arbeiten“ ab kommenden Samstag jeweils mittwochs, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr, sowie donnerstags und freitags von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.
(Text: Winjas Versin/Bernd Hausdörfer)

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Autor: Lokalredaktion Jena
aus Jena
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