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Fledermausnacht am 30. August in Jena

30. August 2014 um 19:00
Haus auf der Mauer, 07743, Jena
Mausohren kommen auch in Thüringen vor.
Mausohren kommen auch in Thüringen vor. (Foto: K. - H. Bickmeier)
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Sie leben unter uns, fast unbemerkt. Denn erst in der Nacht werden sie aktiv. Fledermäuse sind geheimnisvoll und faszinieren, und doch hat der Mensch Bedingungen geschaffen, die viele ihrer Arten bedrohen.

Regelmäßig holt der Naturschutzbund Deutschenland (NABU) die Fledermäuse zurück ins öffentliche Interesse, zum Beispiel durch die Fledermausnacht, zu der am Sonnabend zum 15. Mal in Jena eingeladen hat. AA-Redakteurin Simone Schulter hat 10 faszinierende Fakten zu den zusammengetragen.

1.

Microchiroptera ist der lateinische Name für Fledermaus und bedeutet „Handflügler“.

2.

Fledermäuse sind Säugetiere und auf der ganzen Welt vertreten, mit Ausnahme der Antarktis.

3.

Sie bringen meist nur ein Junges pro Jahr zur Welt. Dafür können Fledermäuse bei guten Bedingungen bis zu 30 Jahre alt werden.

4.

In der Regel leben Fledermäuse in Gruppen zusammen und sind sehr sozial.

5.

Die nachtaktiven Tier sehen mit ihren Ohren und fliegen mit ihren Händen.

6.

Fledermäuse leben in hohle Bäume oder alte Spechthöhlen, auf Dachböden, in Mauerspalten oder und Dachverkleidungen. Unterschieden wird in baumbewohnende, spaltenbewohnende und freihängende Arten.

7.

Weltweit gibt es 900 Fledermausarten. In Deutschland sind 24 Fledermausarten nachgewiesen. Vier Arten gelten hierzulande als stark gefährdet. Drei Arten sind vom Aussterben bedroht. Zwölf weitere stehen auf der Vorwarnliste.

8.

In Thüringen leben unter anderem die Kleine Hufeisennase, die Große und Kleine Bartfledermaus, der Kleine Abendsegler und die Kleine Bartfledermaus. Als am weitesten verbreitet gilt das Große Mausohr.

9.

Heimische Fledermäuse ernähren sich von Insekten: Mücken, Schnaken, Käfer und Nachtfalter. Zumeist fange sie ihr Fressen im Flug. Es gibt aber auch Vegetarier unter den Fledermäusen. Sie leben in den Tropen und Subtropen , fressen Früchte und trinken Nektar.

10.

Jeder kann Fledermäuse schützen, zum Beispiel durch Fledermauskästen am Haus. Auch in Mauerritzen oder Dachgiebelspalten lassen sie sich gern nieder. Vertreiben Sie sie nicht!

TERMIN

Am Sonnabend, den 30. August wird zur 15. Jenaer Fledermausnacht (Batnight) eingeladen.
Sie wird um 19.00 Uhr im großen Vortragsraum im "Haus auf der Mauer" am Johannisplatz/Heinrichsberg mit dem Vortrag "(Un-)Heimliche Nachbarn - Fledermäuse, faszinierend, unverzichtbar, besonders schützenswert" eröffnet.
Um 21 Uhr startet eine geführte Fledermausbeobachtungstour entlang des Saaleufers. Treffpunkt ist an der Paradiesbrücke.

INFOM@TION
www.fmthuer.de
www.thueringen.nabu.de

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Autor: Simone Schulter
aus Weimar
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