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Einladung zur öffentlichen Projektpräsentation

22. August 2013 um 20:30
Marktbühne , 99734, Nordhausen
Hier wird gebaut: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Workcamps errichten ein temporäres Denkmal vor dem Nordhäuser Rathaus. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Hier wird gebaut: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Internationalen Workcamps errichten ein temporäres Denkmal vor dem Nordhäuser Rathaus. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
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Die Teilnehmenden des Internationalen Workcamps des Vereins "Jugend für Dora e.V." stellen am Donnerstag, 22. August 2013, ihre erarbeiteten Ergebnisse eines mehrwöchigen Projekts zur NS-Zwangsarbeit in Nordhausen vor. Bei dieser Gelegenheit werden sie ein temporäres Denkmal vor dem Nordhäuser Rathaus enthüllen.

Zwölf junge Erwachsene aus Deutschland, Weißrussland und den USA sind der Einladung des Vereins "Jugend für Dora e.V." in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora zum diesjährigen Internationalen Workcamp nach Nordhausen gefolgt. In ihrer zweiwöchigen Projektarbeit setzten sie sich am historischen Beispiel des Landkreises Nordhausen mit der Frage auseinander, wie sich die nationalsozialistische Gemeinschaft in der Region Südharz konkret herausbildete und bis zum Kriegsende 1945 weiterentwickelte.

Einen besonderen Schwerpunkt nahm dabei das Thema Zwangsarbeit ein. Zwangsarbeit war im Nationalsozialismus ein öffentliches und durch zahlreiche Akteure begangenes Verbrechen, das als solches nicht wahrgenommen wurde. Zur Geschichte der Region Nordhausen im Nationalsozialismus zählt die Entstehung zahlreicher Lager, in denen Menschen zur Arbeit für die deutsche Rüstungsindustrie gezwungen wurden. Dazu gehörten das im Landkreis gelegene KZ Mittelbau-Dora und einige seiner Außenlager.

Zur öffentlichen Ergebnispräsentation dieses Internationalen Workcamp-Projekts lädt der Verein "Jugend für Dora e.V." alle Interessierten am Donnerstag, 22. August 2013 um 20.30 Uhr auf den Nordhäuser Markt ein. Bei dieser Gelegenheit werden die Teilnehmenden des Internationalen Workcamps ein temporäres Denkmal vorstellen, das sie in den vergangenen Tagen rund um die Stele vor dem Rathaus, die an die Bombardierung der Stadt Nordhausen erinnert, errichtet haben.

Zwei Wochen lang wird dieses temporäre Denkmal an die Opfer von Zwangsarbeit im Kreis Nordhausen erinnern. Dabei soll der Einsatz von Licht das Unrecht, das die Deportierten mitten in der Region Südharz erlebt und erlitten haben, symbolisch „aus dem Dunkeln holen".

Weitere Infos unter: www.dora.de

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Autor: Andreas Froese-Karow
aus Nordhausen
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