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V-Waffen und Verbrechen. Wernher von Braun und der Nationalsozialismus

23. September 2013 um 19:30
Schloss Heringen, 99765, Heringen/Helme
Wernher von Braun (im Auto mit USA-Flagge) im Dezember 1968 in Houston nach dem erfolgreichen Flug von Apollo 8. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Wernher von Braun (im Auto mit USA-Flagge) im Dezember 1968 in Houston nach dem erfolgreichen Flug von Apollo 8. Foto: KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
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Öffentlicher Vortrag von Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, am Montag, 23. September 2013, 19.30 Uhr im Schloss Heringen

Noch immer gilt Wernher von Braun vielen in Deutschland als technisches Genie und Lichtgestalt der zivilen Raumfahrt. Dass er einen Großteil seines Berufslebens damit verbrachte, Kriegswaffen zu entwickeln, wird dabei gerne übersehen - wie auch der Umstand, dass er mitverantwortlich war für die Zwangsarbeit Tausender KZ-Häftlinge in Peenemünde und Mittelbau-Dora.

Der Historiker Dr. Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, wird sich in seinem Vortrag über Wernher von Braun und dessen Tätigkeit in Peenemünde und im Südharz mit der Frage auseinander setzen, was Wernher von Braun und seine Mitstreiter bewog, Waffen für den nationalsozialistischen Raub- und Vernichtungskrieg zu entwickeln und bei der Produktion der sogenannten V2-Raketen KZ-Häftlinge einzusetzen.

Im Mittelpunkt des Vortrages und der anschließenden Diskussion mit dem Publikum steht die Frage nach der Haltung von Brauns gegenüber den Nationalsozialisten und nach seiner Verantwortung für NS-Verbrechen. War von Braun ein überzeugter Nationalsozialist oder eher ein skrupelloser Opportunist, der im Bündnis mit der NS-Führung seine eigenen Ziele verfolgte? Wie stellte er seine Tätigkeit im Nationalsozialismus nach 1945 dar? Wieso konnte von Braun 1945 seine Arbeit nahtlos für die Amerikaner fortsetzen?

Der Vortrag wird von der Kulturinitiative Heringen/Helme veranstaltet und findet am Montag, 23. September 2013 um 19.30 Uhr im Schloß in Heringen statt (Ernst-Thälmann-Straße 74). Interessierte sind herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Mehr Infos unter www.dora.de

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Autor: Andreas Froese-Karow
aus Nordhausen
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