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„Von Luther zu Hitler“

7. Juli 2014 um 19:30
Flohburg- Das Nordhausen Museum, 99734, Nordhausen
Plakat zum Luthertag am 10. November 1933 in Nordhausen mit einem handschriftlichen Vermerk des damaligen Nordhäuser Oberbürgermeisters Heinz Sting (NSDAP): „Martin Luther heißt: Erkenntnis, Kraft, Gottvertrauen!“ (Bild: Stadtarchiv Nordhausen)
Plakat zum Luthertag am 10. November 1933 in Nordhausen mit einem handschriftlichen Vermerk des damaligen Nordhäuser Oberbürgermeisters Heinz Sting (NSDAP): „Martin Luther heißt: Erkenntnis, Kraft, Gottvertrauen!“ (Bild: Stadtarchiv Nordhausen)
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Vortrag von Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner anlässlich der bundesweiten Lutherdekade zum Verhältnis zwischen Protestantismus und Nationalsozialismus am Montag, 7. Juli 2014 um 19.30 Uhr im Nordhäuser Museum Flohburg

Nordhausen. Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und die Stadt Nordhausen setzen ihre Vortragsreihe „Protestantismus, Antisemitismus, Nationalsozialismus“ zur bundesweiten Lutherdekade fort. Nach dem ersten Vortrag des Historikers und Antisemitismusforschers Andreas Froese-Karow zu Martin Luthers Judenfeindschaft und zur Bedeutung des Reformators für den modernen Antisemitismus richtet sich der Blick nun auf die Rolle der protestantischen Kirche im nationalsozialistischen Deutschland.

Unter dem Titel „Von Luther zu Hitler. Überlegungen zum Verhältnis von Protestantismus und Nationalsozialismus“ stellt Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner am Montag, 7. Juli 2014 um 19.30 Uhr die Beziehungen zwischen der protestantischen Kirche und dem NS-Regime vor. Anhand konkreter Beispiele zeigt der Historiker die mitunter engen inhaltlichen und personellen Verflechtungen zwischen beiden Seiten auf, die auf der Tradition der protestantischen Staatskirche im Kaiserreich gründeten und sich oftmals in einer systemkonformen Zusammenarbeit von Kirchenvertretern mit dem NS-Staat widerspiegelten – und das nicht nur bei den „Deutschen Christen“, sondern auch innerhalb der Bekennenden Kirche: Der „Kirchenkampf“ der 1930er Jahre war weniger eine Auseinandersetzung zwischen Kirche und NS-Staat als vielmehr ein erbitterter, im Kern nicht gegen den Nationalsozialismus gerichteter Streit innerhalb der protestantischen Kirchen.

Die Veranstaltung findet anlässlich des diesjährigen Themenschwerpunkts „Reformation und Politik“ der Lutherdekade statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter www.dora.de

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Autor: Andreas Froese-Karow
aus Nordhausen
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