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Zwischen Harz und Heide. Todesmärsche und Räumungstransporte im April 1945 - Ausstellungseröffnung

13. April 2015 um 13:00
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, 99734, Nordhausen
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Ausstellungseröffnung in der ehemaligen Feuerwache in der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora

Die Ausstellung thematisiert die Räumung der Konzentrationslager und die Todesmärsche von KZ-Häftlingen im Frühjahr 1945. Angesichts der vorrückenden alliierten Streitkräfte ließ die SS die Konzentrationslager räumen. In Bahntransporten oder auf Fußmärschen sollten die Gefangenen in andere Lager gebracht werden. Allein in Nordwestdeutschland waren in der ersten Aprilhälfte 1945 60.000 Häftlinge aus den KZ Bergen-Belsen, Mittelbau und Neuengamme unterwegs. Insbesondere zwischen Harz und Heide gab es kaum ein Dorf, durch das in den Wochen vor Kriegsende keine Häftlingskolonnen zogen. SS- und Wehrmachtangehörige erschossen auf den Landstraßen Tausende Häftlinge, die entkräftet zusammengebrochen waren oder Fluchtversuche gewagt hatten. Die deutsche Zivilbevölkerung beteiligte sich mitunter an Massakern oder leistete den KZ-Wachmannschaften bei Durchzug der Häftlingskolonnen Unterstützung.
Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Die Schau besteht aus zwei komplementären Teilen, die zunächst getrennt an beiden Orten und später zusammen als Wanderausstellung gezeigt werden.

Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

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Autor: Nadine Jenke
aus Nordhausen
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