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Bachklänge auf dem Marimbaphon

19. August 2016 um 19:30
Burgkapelle Arnshaugk, 07806, Neustadt
Der US-Amerikaner Alex Jacobowitz mit seinem Marimbaphon.
Der US-Amerikaner Alex Jacobowitz mit seinem Marimbaphon. (Foto: Jacobowitz)
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Ein ungewöhnliches Musikarrangement bietet der Neustädter MusikSommer am Freitag, 19. August 2016, in der Burgkapelle in Arnshaugk: Ab 19.30 Uhr spielt hier der US-Amerikaner Alex Jacobowitz auf seinem Marimbaphon Werke von Johann Sebastian Bach.

Das Marimbaphon ist ein hölzernes Schlagstabspiel, das in Guatemala entwickelt wurde und dem Xylophon ähnlich ist. Vorläufer des Instrumentes waren bereits im 16. Jahrhundert in Afrika verbreitet und sind mit dem Sklavenhandel nach Mittelamerika gelangt. In einigen Ländern Lateinamerikas, wie auch auf dem südamerikanischen Kontinent, hat sich die Spieltradition erhalten. Auch in Japan wird die Marimba gern gespielt.

Alex Jacobowitz wurde 1960 in New York geboren. Mit elf Jahren begann er, Schlagzeug zu spielen, widmete sich 19-jährig dem Xylophon und studierte dann Marimba in New York. Nach seiner musikalischen Ausbildung trat er vor allem als Straßenkünstler auf. Ein Aufenthalt in Israel bewog ihn, zum orthodoxen Judentum überzutreten. Obwohl er sich seit 1994 auf Klezmer-Musik spezialisiert hat, ist sein musikalisches Repertoire vielseitig. Er spielt Stücke von Johann Sebastian Bach bis Erik Satie, Tango und Flamenco.

Jacobowitz, der seit nahezu 20 Jahren Solo-Konzerte gibt, bereiste schon nahezu alle Kontinente. Er tourte durch Europa, Israel, Südkorea und Russland, war Juror beim National Marimba Festival in Südafrika (2010 und 2013) und nahm 2010 an Australiens erstem jüdischen Musikfestival in Sydney teil. Alex Jacobowitz war in unzähligen Fernsehsendungen in Deutschland, Ungarn, Israel, Italien, Luxemburg, Südkorea, Polen, Portugal, in der Schweiz, Russland und der Ukraine zu sehen. Seine Musik ist auf mehreren CDs erhältlich und seine Reisegeschichten hat er 2002 als Buch veröffentlicht.

Die Kapelle in Arnshaugk wurde neuesten Erkenntnissen zufolge bereits im 11. Jahrhundert errichtet. Mit ihrer historischen und gleichermaßen gemütlichen Atmosphäre stellt sie einen ganz besonderen Konzertort des Neustädter MusikSommers dar.

Eintrittskarten können im Vorverkauf in der Touristinformation in Neustadt an der Orla erworben oder reserviert werden und sind auch im KartenShop über die Internetseiten der Stadtverwaltung erhältlich (www.neustadtanderorla.de).

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Autor: Lokalredaktion Saale-Orla
aus Pößneck
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