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"Ossikar" & Co. – Karikaturist Manfred Sondermann stellt in Neustadt/Orla „Mit Witz und spitzem Stift“ aus

5. März 2015 um 18:00
Museum für Stadtgeschichte, 07806, Neustadt
„Die Zukunft Deutschlands“ (Manfred Sondermann, 2005)
„Die Zukunft Deutschlands“ (Manfred Sondermann, 2005)
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Das Museum für Stadtgeschichte in Neustadt an der Orla eröffnet am Donnerstag, 5. März 2015, um 18 Uhr eine Ausstellung mit Karikaturen, Cartoons, Zeichnungen und Buchveröffentlichungen des Karikaturisten Manfred Sondermann.

In der „Mit Witz und spitzem Stift“ betitelten Ausstellung ist beispielsweise "Ossikar" zu sehen. Der kleine Zeitgenosse aus den Neuen Bundesländern stellt – oftmals im Dialog mit seinem Bekannten "Wessikar" aus Bayern – tiefsinnige Gedanken über die neue Zeit an. Das besondere an „Ossikar“ ist, dass seine Gemütsverfassung an seiner Krawatte zu erkennen ist. Ein zerknitterter Schlips bedeutet, „Ossikar“ hat Probleme, ein faltenloser heißt, alles ist gut.

Manfred Sondermann wuchs in Berlin und Zeulenroda auf. Nach seiner Ausbildung zum Maschinenschlosser absolvierte er zwischen 1962 und 1967 ein Studium zum Maschinenbauingenieur und arbeitete fortan als Konstrukteur. Bereits im Kindesalter zeichnete Sondermann humoristische Bilder. Die ersten Karikaturen wurden 1954 in der „ Volkswacht“ veröffentlicht. Lange Zeit waren technische Karikaturen sein Steckenpferd, später wurden seine Zeichnungen immer politischer. Die systemkritischen Blätter "Verwurzelt" und "Das Haus, in dem ich wohne" konnten erst nach dem politischen Zusammenbruch der DDR im „Wendebuch“ (Berlin, 1990) erscheinen.

Mit seiner Figur „Ossikar“, nach der mittlerweile sogar ein Planetoid benannt ist, etablierte sich Manfred Sondermann ab 1991 endgültig als Zeichner von politischen Karikaturen. Er ist Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Thüringen.

Die Ausstellung im Museum für Stadtgeschichte ist bis 26. April 2015 zu sehen.

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Autor: Lokalredaktion Thüringer Vogtland
aus Zeulenroda-Triebes
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