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Leise, leiser, am leisesten

18. Oktober 2012 um 10:00
Bürgerzentrum, 99610, Sömmerda
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Was hast du gesagt? Spätestens wenn dieser Satz zu den häufigsten am Tag gehört und man Worte von den Lippen abliest, sollte man anfangen nachzudenken, ob mit dem Gehör etwas nicht stimmt. Bleibt die Frage, an wen man sich wendet, wenn der Weg zum Arzt Überwindung kostet.

Seit dem Sommer ist der Ortsverein Weimar des Deutschen Schwerhörigenbundes mit einem mobilen "Sozialen Dienst für Hörgeschädigte in Thüringen" auch in Sömmerda präsent. Ab morgen findet die Beratung im barrierefreien Bürgerzentrum statt und Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin Bertrun Ehrlich-Hofmann übernimmt die Aufgabe. Sie weiß, dass der Bedarf da ist. "Ich merke das bereits bei der Arbeit in den anderen Städten. Wenn man nichts damit zu tun hat, kann man sich auch nicht vorstellen, dass die Beratung gebraucht wird." Doch das werde dankbar angenommen. Die Leute verlassen den Raum mit den Worten "Jetzt weiß ich endlich jemanden, den ich fragen kann."

Die Sozialpädagogin leistet Basisarbeit. Sie informiert und berät Betroffene und deren Angehörige zu allen Fragen im Zusammenhang mit der Hörminderung, gibt Hinweise zu technischen Hilfsmitteln und unterstützt bei Fragen zur beruflichen Rehabilitation. Sie koordiniert auch Kontakte zu ebenfalls Betroffenen und zu Selbsthilfegruppen.

Etwa 15 Millionen Hörgeschädigte deutschlandweit soll es geben. "Es gibt keine genauen Zahlen", sagt Bertrun Ehrlich-Hofmann, "denn man wird nur registriert, wenn die Behinderung anerkannt wird, mit einem Behindertenausweis." Allerdings schätzen die einzelnen Verbände, dass es weit mehr Personen sind. Jeder achte also auf sein Gehör.

TERMIN
17. November 10 bis 12 Uhr im Bürgerzentrum Sömmerda (Straße der Einheit) und dann immer am jeweils dritten Donnerstag im Monat

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Autor: Sandra Rosenkranz
aus Sömmerda
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