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Typisierung und Stammzellspende, um für Veit und Mario zum Lebensretter zu werden

27. August 2011 um 10:00
Werk ohne Namen, 99610, Sömmerda
Mario Denst
Mario Denst (Foto: privat)
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Angst ist unbegründet.
"Es haben sich sogar zwei Freunde aus Hongkong gemeldet, die sich typisieren lassen werden", erzählt Mario Gregor, neben Falk Jacob Mitorganisiator der Typisierungs-Aktion für den an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Veit Neblung, der sich in der Karateszene Deutschlands einen Namen gemacht hat. Lebensgefährtin Katrin Boewe hofft, dass die durch Familie und Freunde in Eigenregie organisierte Aktion ein Erfolg wird. Sie suchen nur einen einzigen Menschen für Veit - und mittlerweile auch für den Familienvater Mario Denst aus Straußfurt. Dessen Frau meldete sich bei den Organisatoren, da auch das Leben ihres Mannes nur noch mit einer Stammzellspende gerettet werden kann. An alle Menschen richtet sich die Bitte sich typisieren zu lassen. "Dem Spender entstehen weder Kosten noch Schmerzen. Er kann nur Gutes tun", weiß Mario Gregor, der sich durch die Vorbereitungen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.

Wissenswertes (www.dkms.de)

• Wer darf Spender werden?
Grundsätzlich alle Menschen zwischen 17 und 56 Jahre und in gesundheitlich guter Verfassung.

• Was passiert bei einer Typisierung?
Nach dem Ausfüllen einer Einverständniserklärung werden dem Spender etwa fünf Milliliter Blut abgenommen, welches dann von einem Labor auf dessen Gewebemerkmale untersucht und typisiert wird.

• Welche Verfahren zur Gewinnung der Stammzellen gibt es?
Es gibt zwei Verfahren. Nur noch in wenigen Fällen werden die Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Inzwischen wird bei mehr als 80 Prozent der Spender das Verfahren der peripheren Stammzellenentnahme angewendet.

• Wie erfolgt die periphere Stammzellentnahme?
An beiden Armen werden lediglich venöse Zugänge gelegt. Das Blut fließt von einem Arm aus durch einen so genannten Zellseparator, in dem die Stammzellen durch Zentrifugalkraft vom restlichen Blut getrennt und für die Transplantation gesammelt werden, und über einen zweiten Zugang in den Körper zurück. Es ist weder eine Vollnarkose noch eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus erforderlich.

• Hat Knochenmark hier etwas mit dem Rückenmark zu tun?
Nein, hier handelt es sich um einen weitverbreiteten Irrtum. Das Rückenmark bleibt völlig unberührt.

• Sind die Typisierung und die periphere Stammzellentnahme schmerzhaft?
Beide Verfahren ziehen nur winzige Nadelstiche nach sich.

• Lohnt sich meine Typisierung überhaupt?
Ja. Selbst wenn in diesen beiden Fällen die Gewebemerkmale nicht übereinstimmen, kann man jedoch jemand anderem helfen. Denn die Deutsche Knochenmarkspenderdatei ist ein großes Netzwerk, über das deutschlandweit nach Spendern gesucht wird. Natürlich bleibt die Spende bis zum Schluss ein freiwilliger Entschluss des Spenders.

• Was kostet mich die Typisierung?
Dem Spender entstehen keine Kosten.

Typisierungs-Aktion
• Termin: 27. August von 10 bis 16 Uhr im „Werk ohne Namen“ (Auenstraße 3) in Sömmerda

• Vorbereitet von 1000 Händen und Füßen in 14 Tagen:
- vorab 25 000 Flyer verteilt und 750 Plakate angebracht
- 50 Blutabnehmer am Samstag vor Ort (Rettungsassistenten, Rettungssanitäter, Krankenschwestern etc.; Unterstützung durch das Krankenhaus, DRK und ASB aus Sömmerda)
- Aktionsaufsicht durch vier Ärzte und Oberärzte
- 60 Schreiber, die die Datenaufnahme vornehmen
- 80 bis 100 zusätzliche Helfer auf der Fläche; 100 Tische und 600 Stühle zur Verfügung
- 30 Kuchen, über 500 Bratwürste und Brötchen

• Finanzierung durch die Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige
GmbH, Spendengelder und gesammelte Kollekte

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Autor: Sandra Rosenkranz
aus Sömmerda
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