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Abenteuer Vergangenheit – archäologische Großprojekte der letzten Jahre in Nordthüringen

7. Februar 2012 um 18:30
Stadtmuseum Bad Langensalza, 99947, Bad Langensalza
Reich verzierte spätkeltische Bronzefibel. Charakteristische Gewandspange des späten 1. Jhs. v. Chr. im östlichen Gallien. Gefunden in einer germanischen Siedlung bei Neunheilingen, Unstrut-Hainich-Kreis. Eindrücklicher Beleg für die auch aus römischen Quellen und weiteren archäologischen Funden zu erschließenden Kontakte zwischen dem elbgermanischen Siedlungsgebiet Nordwestthüringens und keltischen Stämmen im heutigen östlichen Frankreich und Luxemburg. (Text: W. Walther)
Reich verzierte spätkeltische Bronzefibel. Charakteristische Gewandspange des späten 1. Jhs. v. Chr. im östlichen Gallien. Gefunden in einer germanischen Siedlung bei Neunheilingen, Unstrut-Hainich-Kreis. Eindrücklicher Beleg für die auch aus römischen Quellen und weiteren archäologischen Funden zu erschließenden Kontakte zwischen dem elbgermanischen Siedlungsgebiet Nordwestthüringens und keltischen Stämmen im heutigen östlichen Frankreich und Luxemburg. (Text: W. Walther) (Foto: O. Ittershagen)
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BAD LANGENSALZA. Im Rahmen der noch bis zum 12. Februar 2012 andauernden Sonderausstellung „Vom Steinbeil bis zum Römerschatz“ im Stadtmuseum Bad Langensalza wird Dr. Mario Küßner in einem Vortrag archäologische Großprojekte in Nordthüringen vorstellen. Er ist als Gebietsreferent des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie für das Gebiet Nordthüringen tätig.

Gerade in den letzten fünf Jahren wurden mit den Untersuchungen an der ICE-Trasse zwischen Erfurt und der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt, der Bundesautobahn A 71 im Kyffhäuserkreis und im Lkr. Sömmerda archäologische Großprojekte realisiert, um Bodendenkmale vor der sicheren Zerstörung durch Baumaßnahmen zu erforschen und Funde zu bergen. Im Unstrut- Hainich- Kreis betraf dies zum Beispiel die ersten umfangreichen Arbeiten vor der Dammschüttung für die Ortsumfahrung Mühlhausen bei Seebach und Höngeda. Diese Arbeiten auf teils vielen Hektar großen Flächen und immer unter großem Zeitdruck erfordern eine genaue Planung, erfahrene Fachkräfte und auch immer den Einsatz von Großtechnik.

Die Archäologie in Mitteleuropa hat sich gewandelt. Daher ist der Archäologe auf Grabungen heute nicht nur Fachwissenschaftler, sondern auch spezialisierter Bauleiter. Der Vortrag wird diese relativ neue Art von Archäologie mit ihren großen Chancen und unvermeidlichen Problemen zum Inhalt haben. Vor allem aber sollen die sehr oft spektakulären Ergebnisse der großflächigen Ausgrabungen der letzten Jahre in Nordthüringen präsentiert werden.

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Autor: Lokalredaktion Mühlhausen/Bad Langensalza
aus Mühlhausen
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