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Beratungs- und Informationstag mit Vortrag zum Thema "Staatsdoping im DDR-Sport im Spiegel der Stasi-Akten"

16. Mai 2017 um 10:00
Stadtverwaltung, 99423, Weimar
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Die Außenstelle Erfurt der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Beratungs- und Informationstag am Dienstag, 16. Mai 2017 mit begleitendem Vortrag zum Thema "Staatsdoping im DDR-Sport im Spiegel der Stasi-Akten" in den Marie-Juchacz-Saal der Stadtverwaltung Weimar ein.

„Staatsdoping im DDR-Sport im Spiegel der Stasi-Akten“

Mitte der 70er Jahre wurden weltweit Doping-Kontrollen im Leistungssport eingeführt. Von da an waren die Verantwortlichen der Leistungssportkommission bemüht, Dopingkontrollen zu unterwandern. Die Stasi hatte die Aufgabe, den Geheimnisschutz der Dopingprojekte zu gewährleisten und die daran beteiligten Personen zu überwachen. Das staatlich organisierte, geheime Zwangsdopingsystem verlangte von vielen DDR-Athleten einen hohen Preis für ihre sportlichen Erfolge. Viele Sportler, darunter auch Minderjährige, bezahlten mit ihrer Gesundheit und einige mit ihrem Leben.
Den Verantwortlichen war bekannt, dass bei den Sportlern irreversible Schäden eintreten können. Doch dies wurde im Interesse der weltweiten Erfolge des DDR-Sports und der politischen Ziele in Kauf genommen.
Das Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport in Leipzig leitete die Entwicklung neuer Dopingpräparate. Es arbeitete mit der Forschungsabteilung von Jenapharm und dem Zentralinstitut für Mikrobiologie und experimentelle Therapie (ZIMET) eng zusammen.
Der Journalist Thomas Purschke wird im Vortrag um 16:30 Uhr die Beteiligung Thüringer Wissenschaftler, Mediziner und Funktionäre an diesen perfiden Projekten thematisieren.

Bürgerberatungsangebot

In der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr haben alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich zum Thema "Wie kann ich meine Stasi-Akte einsehen?" beraten zu lassen.
MitarbeiterInnen der Außenstelle Erfurt des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) erläutern die gesetzlichen Regelungen für die Akteneinsicht, z. B.: wie der Zugang zu Stasi-Unterlagen zur eigenen Person oder zu verstorbenen nahen Angehörigen beantragt werden kann, ob man Kopien aus Unterlagen sowie die Klarnamen von inoffiziellen Mitarbeitern bekommen kann. Lohnt es sich, später einen Wiederholungsantrag zu stellen?
Wer einen Antrag auf Einsichtnahme in Stasi-Unterlagen oder einen Wiederholungsantrag stellen möchte, wird gebeten, ein gültiges Personaldokument mitzubringen.
Für interessierte Schulen oder andere Bildungseinrichtungen werden entsprechende Publikationen bereitgehalten.
Über die Nutzung von Stasi-Unterlagen für Forschung und Medien ist ebenfalls Informationsmaterial vorhanden.
Einblicke in das Stasi-Unterlagen-Archiv anhand spezieller Themen ermöglichen unserekostenlosen Dokumentenhefte.

TERMIN: Dienstag, 16. Mai 2017,

10.00 - 18.00 Uhr - Beratungs- und Informationsveranstaltung
16:30 Uhr - Vortrag "Zwangsdoping im DDR-Sport im Spiegel der Stasi-Akten", Referent: Thomas Purschke

Ort: Stadtverwaltung Weimar - Marie-Juchacz-Saal, Schwanseestraße 17, 99423 Weimar

Der Eintritt ist frei.

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Autor: Anja Stötzer BStU, Außenstelle Erfurt
aus Erfurt
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