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28. Tage Neuer Musik Weimar „Klangachse: Schweiz – Deutschland“ - Eröffnungskonzert: „ensemble zone expérimentale basel”

28. Oktober 2015 um 19:30
mon ami , 99423, Weimar
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Die Tage Neuer Musik in Weimar widmen sich seit ihrer Gründung 1988 jedes Jahr einem speziellen Thema. In den vergangenen Jahren hat es sich dabei als sinnvoll erwiesen, die Beziehungen zwischen Kontinenten (2013: Amerika – Europa) oder Ländern (2014: Frankreich – Deutschland) näher zu beleuchten und wechselseitige Beeinflussungen zum Klingen zu bringen. In diesem Sinne wurde für 2015 das Motto gewählt: „Klangachsen: Schweiz – Deutschland“. Es geht um die Präsentation von drei Komponistengenerationen aus zwei Ländern, aber auch um die Teilhabe an aktuellsten Entwicklungen. Im Eröffnungskonzert wird eine Gruppe des Masterstudiengangs für zeitgenössische Musik an der Musikhochschule Basel Werke aus der Schweiz und Deutschland gegenüberstellen. Das “ensemble zone expérimentale basel” vereint Studenten, die sich gleichermaßen als außergewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten wie virtuose Spieler auszeichnen. Es bildet den Rahmen für Entdeckungen – für Spieler wie auch das Publikum. Der Fokus liegt auf der Suche nach den unterschiedlichen Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks in den zeitgenössischen Musikwelten, aber auch auf dem Entdecken von Werken der Mütter und Väter unserer heutigen Musik. Wie eng Forschung und Komposition ineinander greifen, soll das Gastspiel des „ICST Zürich“ (Institute for Computer Music and Sound Technology) zeigen, das zwei Veranstaltungen gestaltet. In einem Ensemble-Konzert werden Werke von Karin Wetzel, Carlos Hidalgo, German Torro Pérez, Florian Bogner und Hans Tutschku präsentiert. Außerdem erklingen im Studio für elektroakustische Musik (Coudraystr. 13A) Kompositionen von Ursula Mayer-König, Ken Mouritzen und Ken Gubler.
Das „Institute for Computer Music and Sound Technology“ besteht aus einer Gruppe von MitarbeiterInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Mathematik, Ingenieur-wissenschaften, auditive Wahrnehmung, Informatik, Tontechnik, Generative Kunst, Medienkunst, Musikwissenschaft, Musiktheorie, Performance und Komposition. Daraus entstehen Projekte, die das Verhältnis zwischen Technologie und musikalischer Praxis in kritischer Auseinandersetzung mit der Tradition zeitgenössischer und elektroakustischer Musik hinterfragen und mit Methoden der Wissenschaft und der künstlerischen Forschung untersuchen. Zu den Neugründungen in der Schweiz gehört seit 2014 die „Plattform Neues Musiktheater Bern“, die sich die Förderung junger Künstler aus Theater, Regie, Musik, Komposition und verwandten Gebieten zum Ziel gesetzt hat. Dabei sollen in Workshops neue Ideen entwickelt und in der Praxis erprobt werden. Ganz in diesem Sinne will die Schlagzeugerin und Regisseurin Francoise Rivalland mit ihrem Team neue musiktheatralische Kreationen in Weimar vorstellen. Außerdem gibt es eine gemeinsame Performance , in der die Festival-Gäste und das Ensemble für Intuitive Musik Weimar (EFIM) gemeinsam agieren und von Hans Tutschku (Harvard-University, Boston) entwickelte Modelle live-elektronischer Klangbearbeitung in Echtzeit realisieren. Damit sollen zugleich die neuen Möglichkeiten improvisierter Musik im digitalen Zeitalter demonstriert werden.

Gefördert von:
Thüringer Staatskanzlei; Kulturstiftung des Freistaates Thüringen; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung; Weimar – Kulturstadt Europas, Sparkasse Mittelthüringen und Sparkassenstiftung Weimar und Weimarer Land

Infos: neue-musik-thueringen.de

Veranstalter: Klangprojekte Weimar e. V.

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Autor: mon ami
aus Weimar
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