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Die Bleibenden | Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern

14. Juni 2016 um 19:30
ACC Galerie, 99423, Weimar
Lesung mit Christian Jakob am 14.6.
Lesung mit Christian Jakob am 14.6.
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Dieses Buch erzählt erstmals die Geschichte der Flüchtlingsbewegungen und Flüchtlingsproteste, die seit Anfang der 1990er-Jahre die Asylpolitik in Deutschland begleiteten. Die Willkommenskultur, von der heute oft die Rede ist, ist nicht von selbst und plötzlich entstanden, sondern das Ergebnis eines langen Kampfes um Anerkennung und Menschenwürde, den nicht zuletzt viele Flüchtlinge aktiv ausgefochten haben: Von der Gründung des „The Voice Refugee Forums“ 1994 in Jena über die Besetzung des Oranienplatzes in Berlin 2012 bis zur deutschen Aussetzung des Dublin-Verfahrens für Syrer im August 2015 führt ein roter Faden.

Christian Jakob zeigt: Die Modernisierung der deutschen Gesellschaft ist zu großen Teilen das Werk der Migranten und Flüchtlinge selbst. Und sie ist, trotz aller Konflikte, nicht mehr zurückzudrehen.

In einem abschließenden Kapitel beschreibt und bewertet der langjährige Beobachter der Flüchtlingspolitik die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Asylarchitektur und nennt die Voraussetzungen, unter denen ein Wandel zu einer deutschen Einwanderungsgesetzgebung gelingen könnte.

Christian Jakob, Jahrgang 1979, Studium der Soziologie, Volkswirtschaft, Philosophie in Bremen und Mailand, Global Studies in Berlin, Buenos Aires und Delhi. Seit 2006 Redakteur der tageszeitung, seit 2014 Reporter. 2008 erschien von ihm „Soziale Säuberung – Wie New Orleans nach der Flut seine Unterschicht vertrieb“ (mit F. Schorb), 2011 „Europa macht dicht“ (mit J. Gottschlich und S. am Orde). Für seine Berichterstattung zur Asylpolitik wurde er 2015 für den Journalistenpreis „Der lange Atem“ nominiert.

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Autor: ACC Galerie Weimar Kulturbüro
aus Weimar
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