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„Mein schönes Leben in der Hölle“. Ivan Ivanji liest aus seinen neuen Roman

4. Juni 2014 um 19:00
Eckermann-Buchhandlung, 99423, Weimar
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Noch einmal blickt der große Chronist und Erzähler Ivan Ivanji zurück auf sein Leben, das ihm als Mosaikwand erscheint, von der sich einzelne Steine bereits gelöst haben. Er lässt den Blick streifen, verweilt an besonders farbigen Stellen und hält dort inne, wo Steine und zuverlässige Antworten fehlen. Hat ihn sein eigener Onkel verraten und an die Nazis ausgeliefert? Ivan Ivanjis Kindheit endet gewaltsam mit dem Einzug des nationalsozialistischen Terrors in seine Familie: er selbst wird in die Konzentrationslager deportiert, seine Eltern werden ermordet. Bilder des Grauens tauchen auf, aber ebenso solche aus glücklichen Zeiten. Ivan Ivanji, der nach dem Krieg im aufblühenden Jugoslawien als Lehrer, Theaterintendant und Dolmetscher für Tito, als Diplomat und Schriftsteller lebte, verwebt die Begegnung mit seinem verstorbenen Vater mit Erinnertem und komponiert so einen großen zeitgeschichtlichen Roman.
Ivanji ist stets ein Fragender und Zweifelnder geblieben. Gekonnt zieht er den Leser in sein Spiel mit ungelebten Möglichkeiten, mischt Fantasien mit Fakten und hinterfragt kritisch die Verlässlichkeit der eigenen Erinnerung.
Ivan Ivanji, 1929 in Zrenjanin (Banat, heute Vojvodina, Serbien) geboren, war u.a. Häftling in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald. Unter anderem als Journalist, Diplomat und Dolmetscher Titos tätig, lebt er heute als freier Schriftsteller und Übersetzer in Wien und Belgrad.

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Autor: Philipp Neumann-Thein Gedenkstätte Buchenwald
aus Weimar
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