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Novemberpogrom von 1938

9. November 2015 um 15:30
Gedenkstätte Buchenwald, 99427, Weimar
Nach dem Pogrom vom 9./10. November 1938 verhaftete jüdische Männer auf dem Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald. Foto: United States Holocaust Memorial Museum, Washington.
Nach dem Pogrom vom 9./10. November 1938 verhaftete jüdische Männer auf dem Appellplatz des Konzentrationslagers Buchenwald. Foto: United States Holocaust Memorial Museum, Washington.
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Gedenkstätte Buchenwald | Gedenkveranstaltung am Montag, dem 9. November 2015, um 15.30 Uhr am Gedenkstein jüdisches Sonderlager 1938 in der Gedenkstätte Buchenwald

Nach dem Pogrom vom 9./10. November 1938 ließ die Gestapo etwa 30.000 deutsche Juden verhaften und in Konzentrationslager bringen. In das KZ Buchenwald wurden 9.845 Männer aus ganz Deutschland verschleppt. Die SS hielt sie in einer abgegrenzten Zone westlich des Appellplatzes in fünf scheunenartigen Baracken gefangen. Die Lebensbedingungen dort waren menschenunwürdig, sanitäre Einrichtungen gab es kaum.

Ziel der Einlieferung in die KZ war die Entwürdigung und Ausplünderung der Verschleppten. Deshalb entließ die SS die meisten Verhafteten, wenn sie sich bereit erklärt hatten, ihr Eigentum unter Wert zu veräußern und Deutschland zu verlassen. Bis zur Auflösung des Sonderlagers Anfang 1939 starben dennoch 250 Inhaftierte durch die Misshandlungen der SS. Seit 1954 erinnert ein Gedenkstein an die Opfer des jüdischen Sonderlagers.

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Autor: Philipp Neumann-Thein Gedenkstätte Buchenwald
aus Weimar
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