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Uraufführung in der JVA Weimar - Michael von Hintzenstern: Wandlungen für Chor & Instrumente

22. August 2015 um 18:30
JVA Weimar, 99423, Weimar
Inschriften in Kapelle der JVA Weimar
Inschriften in Kapelle der JVA Weimar
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Anlässlich der Ausstellungseröffnung "Das Glücksprinzip" in der leer stehenden JVA Weimar wird Michael von Hintzensterns Prozess-Komposition "Wandlungen für Chor und Instrumente (2015)" vom Absurden Chor Weimar uraufgeführt. Diese bezieht sich auf das Obergeschoss des Gefängnisses mit Treppe und beidseitigen Zellentüren sowie auf die von dort zu erreichende einstige Kapelle, deren Decke aufwendig ausgemalt und mit Bibelsprüchen versehen ist, die zitiert und weiter verarbeitet werden.
Der „Absurde Chor Weimar“ wurde 2009 gegründet und greift Traditionslinien des Dadaismus auf. Aus relativ einfachen Modellen werden bei der „De-Komposition“ (Zerlegung) von Sprache komplexe Klangverbindungen entwickelt. Ein Chor, der nicht singt, sondern Geräusche erzeugt, der die Sprache von ihrem Inhalt befreit, der (sich) bewegt und (andere) mitzieht. Auftritte beim Bauhausfest Dessau (2013), im Künstlergarten von Mary Bauermeister in Rösrath (2015) und beim "Dada-Feldzug" nach Amsterdam (2015).
Michael von Hintzenstern studierte Orgel/Chorleitung und Musikwissenschaft. 1976 Preisträger des Internationalen Kompositionswettbewerbs in Boswil (Schweiz). Gründer des "Ensembles für Intuitive Musik Weimar" (1980) und der "Tage Neuer Musik in Weimar" (1988). Seit 1986 Organist der "Liszt-Orgel" in Denstedt. Kurator der Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land (seit 1992). Gastspiele in 30 Ländern. Seit 1994 im Präsidium des Landesmusikrates und Leiter der AG Neue Musik. 1996: „Weimar-Preis“.

www.galerie-eigenheim.de

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Autor: Michael von Hintzenstern
aus Weimar
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