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Vernissage - EINE ROMANZE MIT DER REVOLUTION - 100 Jahre Oktoberrevolution

17. August 2017 um 18:00
ACC Galerie, 99423, Weimar
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Do, 17.8.2017 | 18 Uhr

Eine Kooperation mit dem Kunstfest Weimar 2017.

Wenn ich nicht tanzen kann, will ich eure Revolution nicht, proklamiert Friedensaktivistin Emma Goldman. Nie war die Annäherung, Beziehung, gemeinsam verbrachte Zeit zwischen Kunst und Revolution eine verlorene. Sie taten einander unendlich gut, fühlten sich angezogen, nie ganz sicher – eine Episode, nichts Ernstes. Warum faszinieren uns Revolution und Kunst? Lösung vom Althergebrachten, spontane Aktion, beschleunigtes Handeln, freier Ausdruck, neue Hoffnung, ungewisses Ende?

2017 jährt sich die Große Sozialistische Oktoberrevolution in Russland zum 100. Mal – ein Jubiläum, das – wie auch immer – begangen werden wird. Die größte Befreiungstat der Menschheitsgeschichte veränderte die Welt, prägte das Schicksal von Abermillionen. Die daraufhin entstandene UdSSR zerfiel 1991. 2003 brach eine neue Revolutionsepoche an – von der Rosen-, Orangen, Zedern-, Tulpen-, Safran- und Jasminrevolution bis zum Arabischen Frühling (2010-), der Arabellion.

Eine Ausstellung, exakt 100 Jahre nach Revolutionsbeginn, fragt nach Erbe(n), Lehren, Konsequenzen epochaler Ereignisse, ihren Nachbeben, nach Spürbarkeit und Gestalt revolutionärer Energien und Ideen früherer Umbrüche in der Gegenwart, nach dem was bleibt: Wie haben sich Kulturen, Techniken und Mythen, wie Manipulierbarkeit, Medialisierung und Beschleunigung politischer Gewalt bis ins 21. Jahrhundert, bis zur Terrororganisation Daesh, gewandelt? Und woran scheitern Revolutionen? Fürchten wir jene ruckartige Nachholung verhinderter Entwicklung (Marx) – ob nun gescheitert oder geglückt – mit ihrer Eigendynamik, die oft weder von Revolutionären noch Massen oder Eliten zu steuern ist, oder sehnen wir uns nach ihr?

Dauer der Ausstellung: 18.8. - 12.11.2017

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Autor: ACC Galerie Weimar Kulturbüro
aus Weimar
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