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Weimar – Sommer 1937

15. Juli 2017 um 14:00
Haltestelle der Buslinie 6, 99423, Weimar
Weimarer Bürger bei der Grundsteinlegung des Gauforums Weimar am 1. Mai 1937. Foto: Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
Weimarer Bürger bei der Grundsteinlegung des Gauforums Weimar am 1. Mai 1937. Foto: Sammlung Gedenkstätte Buchenwald
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Historische Stadtführung zum nationalsozialistischen Umbau der Stadt

Der Bau des nationalsozialistischen Gauforums in Weimar begann im Sommer 1937, zeitgleich mit der Eröffnung des neuen Konzentrationslagers am 15. Juli vor den Toren der Stadt. Diese Gleichzeitigkeit legt die Logik des Regimes offen. Es versprach ein homogenes „Volk“ zu schaffen und ging den Weg der Gewalt: Demokratie, Pluralismus und die moderne Gesellschaft wurden zerstört.

Mit ihren monumentalen Bauten schnitten sich die Nationalsozialisten tief in das Weimarer Stadtbild ein. Sie bauten ein Herrschaftszentrum für ihre durch Blut- und Rassengesetze formierte Gesellschaft, einen sichtbaren Ausdruck ihrer Vorstellung von der auf den „Führer“ eingeschworenen Gemeinschaft. Die Stadtführung zeigt in verschiedenen Stationen rund um diesen Neubau, wie sich 1937 nicht nur das Antlitz der Stadt veränderte, sondern wie die Stadt selbst, ihre Institutionen und ihre Menschen zu Beteiligten oder Opfern dieser Entwicklung wurden. In den Blick kommen insbesondere die aus der nationalsozialistischen Gemeinschaft Ausgeschlossenen, deren Weg nicht selten im KZ Buchenwald endete.

Dr. Harry Stein und Richard Korinth, Gedenkstätte Buchenwald
Beginn: Haltestelle der Buslinie 6 Carl-August-Allee

Teilnahme an der Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen ohne vorherige Anmeldung möglich.
Weitere Informationen hier.

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Autor: Philipp Neumann-Thein Gedenkstätte Buchenwald
aus Weimar
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