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Sergej Lochthofen liest in Greiz

21. Februar 2013 um 19:00
Buchhandlung "Bücherwurm", 07973, Greiz
Sergej Lochthofen
Sergej Lochthofen (Foto: Mario Keim)
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Bestseller-Autor Sergej Lochthofen kommt nach Greiz. Der langjährige TA-Chefredakteur, Fernsehzuschauern durch seine Teilnahme am ARD-Presseclub als "Stimme des Ostens" bekannt, stellt am Donnerstag, 21. Februar 2013, in der Buchhandlung "Bücherwurm" sein Buch "Schwarzes Eis - Der Lebensroman meines Vaters" vor. Die Lesung ist eine Veranstaltung der Reihe "Prominente im Gespräch" und beginnt 19 Uhr.

Geboren wurde Sergej Lochthofen 1953 in Workuta (heute Russland). Als Fünfjähriger kam er mit seiner Familie in die DDR. Hier besuchte er eine russische Schule, studierte Kunst auf der Krim und Journalistik in Leipzig. Von 1990 bis 2009 war er Chefredakteur der Tageszeitung "Thüringer Allgemeine". In seinem Buch erzählt er die Geschichte seines Vaters Lorenz Lochthofen (1907-1989), der mit dem beginnenden Nazi-Terror seine Heimat Dortmund verlassen hatte. Er träumte von einer besseren Welt und ging deshalb in die damalige Sowjetunion. Doch 1937, im Jahr des großen Terrors, wurde der Kommunist verhaftet und ins Arbeitslager Workuta geschickt. Auf jene Insel des Archipels Gulag hinter dem Polarkreis, die zum Grab für 250.000 Häftlinger wurde.

Lorenz Lochthofen überlebte. Nach 20 Jahren Lager und Verbannung kehrte er nach Deutschland zurück, in die DDR. Hier stieg er zum Betriebsleiter im Büromaschinenwerk Sömmerda auf und wurde 1963 sogar ins Zentralkomitee der SED berufen.

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Autor: Lokalredaktion Thüringer Vogtland
aus Zeulenroda-Triebes
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