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Das abgekupferte Werk als Verkaufsschlager – Schabkunstporträts nach Joshua Reynolds

24. September 2017 um 17:00
Sommerpalais, 07973, Greiz
Bildnis Sir Joshua Reynolds, Schabkunst, 1780.
Bildnis Sir Joshua Reynolds, Schabkunst, 1780. (Foto: Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz)
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Eine Ausstellung im Sommerpalais Greiz vom 3. Juni bis 8. Oktober 2017

Was fasziniert uns an einem fremden Porträt und was veranlasst uns zum Kauf? Diese Frage wurde im London des 18. Jahrhundert mit der enthusiastischen Rezeption des zeitgenössischen Bildnisses und einer rasant wachsenden Auflage tausender grafischer Porträtreproduktionen beantwortet, die als Verkaufsschlager den lokalen Kunstmarkt eroberten.

Die Ausstellung zeigt das Phänomen eines plötzlichen Trends, einer bis dahin nie dagewesenen kurzzeitigen Beliebtheit von grafischen Blättern in der sogenannten Schwarzen Manier. Und sie erzählt die marktstrategischen und finanziellen Erfolgsgeschichten von Verlegern, Stechern und Händlern, in dessen Mittelpunkt immer wieder ein Name kursiert: Joshua Reynolds. Als einer der erfolgreichsten Maler seiner Zeit traf Reynolds den Geschmack seiner Auftraggeber und fertigte etwa zweitausend Porträts an.

In der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz werden die gefragten und vielgekauften Reproduktionsgrafiken in Schabkunst erstmals unter dem Aspekt eines florierenden Absatzmarktes ausgestellt. Die Exponate spiegeln das Lebensgefühl einer Gesellschaftsschicht wieder, die London künstlerisch und wirtschaftlich inspirierte.

Eröffnung der Ausstellung
am 3. Juni 2017 um 11 Uhr im Festsaal des Sommerpalais
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 17 Uhr, außer montags. Pfingstmontag geöffnet.
Kuratorenführungen: Sonntag, 4. Juni 11 Uhr; Montag, 5. Juni 11 Uhr

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Autor: Lokalredaktion Thüringer Vogtland
aus Zeulenroda-Triebes
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