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Elizas Gartenträume im Greizer Sommerpalais

21. März 2015 um 11:00
Sommerpalais, 07973, Greiz
Pelargonien, Tempera auf Karton; unbekannter Künstler
Pelargonien, Tempera auf Karton; unbekannter Künstler (Foto: ©Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz)
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Das Sommerpalais in Greiz zeigt vom 21. März bis 25. Mai "Elizas Gartenträume" in einer Ausstellung.

Prinzessin Elizabeth kam 1770 als siebtes Kind von Georges III., König von England und Irland, und seiner Frau Sophie Charlotte, geb. Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, in Windsor zur Welt. Von klein auf legte insbesondere die Mutter großen Wert auf die künstlerische Betätigung ihrer Kinder. Elizabeth sammelte leidenschaftlich frühe englische Kupferstiche und vor allem Schabkunstblätter. Auch für ihre eigenen künstlerischen Arbeiten erhielt sie als nicht professionelle Künstlerin beachtliche Anerkennung.

Seit ihrer Hochzeit mit dem Landgrafen Friedrich VI. von Hessen-Homburg im Jahre 1818 lebte sie bis 1840 in Homburg vor der Höhe. Da die Ehe kinderlos blieb, ging der Nachlass Elizabeths 1841 an ihre Nichte Caroline. Diese war mit Heinrich XX. (1794 – 1859) Reuß älterer Linie zu Greiz verheiratet. Ihr Nachlass brachte der Mitte des 18. Jahrhunderts in Greiz gegründeten Schlossbibliothek eine wesentliche Erweiterung an Büchern und Kunstwerken. Seit 1922 befinden sich diese Schätze nun in der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung im Sommerpalais.

In der Ausstellung werden Zeichnungen und Radierungen aus Elizas Hand und Kupferstiche aus ihrer Sammlung zum Thema Gartenkunst und Blütenpracht gezeigt.
Die Ausstellung wird am 21. März um 11 Uhr im Festsaal des Greizer Sommerpalais eröffnet.

Zeitgleich findet im Chinesischen Zimmer der Beletage die Ausstellung Trouvaillen – Fundstücke aus vergangenen Zeiten statt. Zurückgelassene Lesezeichen, zwischen den Seiten gepresste Blüten oder Blätter, Haarlocken, Liebesbriefe, Leihzettel, Rechnungen – auch in einer Bibliothek finden sich solche Dinge zwischen den Blättern der Bücher. Diese wieder entdeckten kleinen Schätze aus den historischen Buchbeständen der Bibliothek im Sommerpalais wurden in den vergangenen Jahrzehnten geborgen und nun wie vergessene Schätze wieder ans Tageslicht gebracht.

Öffnungszeiten: März täglich von 10 bis 16 Uhr, April und Mai von 10 bis 17 Uhr. Montags ist geschlossen, doch an Ostermontag und Pfingstmontag 10 bis 17 Uhr geöffnet.

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Autor: Gerd Zeuner
aus Zeulenroda-Triebes
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